Treffen in Minsk Selenskyj will mit Putin über die Krim reden

In einer Videobotschaft hat sich der ukrainische Präsident Selenskyj an den russischen Präsidenten Putin gewandt: Man müsse darüber sprechen, zu wem die Krim gehöre. Kanzlerin Merkel soll auch dazukommen.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Foto: Serg Glovny/ZUMA Wire/ DPA

Schon kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten der Ukraine betonte Wolodymyr Selenskyj, er sei bereit für einen Dialog mit Russland. Nun macht er ernst: In einer Videobotschaft fordert er Präsident Wladimir Putin zu einem Treffen in Minsk auf. "Und jetzt möchte ich mich an den russischen Präsidenten Wladimir Putin wenden. Müssen wir reden? Das ist nötig", sagt er darin. "Lassen Sie uns darüber sprechen, zu wem die Krim gehört und wer nicht im Donbass ist."

Bei dem Treffen sollten auch die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA dabei sein. Kanzlerin Angela Merkel hatte bereits kurz nach der Amtseinführung Selenskyjs mit den Präsidenten Russlands und Frankreichs über Wege zum Frieden in der umkämpften Ostukraine diskutiert. In dem Telefonat mit Kremlchef Putin und Emmanuel Macron sei es darum gegangen, wie die Friedensvereinbarungen von Minsk nach dem Machtwechsel umgesetzt werden könnten, teilte die Bundesregierung mit.

Aus dem Kreml hieß es, es gebe keine Alternativen zu dem Friedensplan, der seit Langem auf Eis liegt. Seit 2014 sind infolge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den von Moskau unterstützten Rebellen in der Ostukraine nach Uno-Schätzungen rund 13.000 Menschen getötet worden.

vks/Reuters
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