Treffen in Minsk Selenskyj will mit Putin über die Krim reden

In einer Videobotschaft hat sich der ukrainische Präsident Selenskyj an den russischen Präsidenten Putin gewandt: Man müsse darüber sprechen, zu wem die Krim gehöre. Kanzlerin Merkel soll auch dazukommen.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Serg Glovny/ZUMA Wire/ DPA

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine


Schon kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten der Ukraine betonte Wolodymyr Selenskyj, er sei bereit für einen Dialog mit Russland. Nun macht er ernst: In einer Videobotschaft fordert er Präsident Wladimir Putin zu einem Treffen in Minsk auf. "Und jetzt möchte ich mich an den russischen Präsidenten Wladimir Putin wenden. Müssen wir reden? Das ist nötig", sagt er darin. "Lassen Sie uns darüber sprechen, zu wem die Krim gehört und wer nicht im Donbass ist."

Bei dem Treffen sollten auch die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA dabei sein. Kanzlerin Angela Merkel hatte bereits kurz nach der Amtseinführung Selenskyjs mit den Präsidenten Russlands und Frankreichs über Wege zum Frieden in der umkämpften Ostukraine diskutiert. In dem Telefonat mit Kremlchef Putin und Emmanuel Macron sei es darum gegangen, wie die Friedensvereinbarungen von Minsk nach dem Machtwechsel umgesetzt werden könnten, teilte die Bundesregierung mit.

Aus dem Kreml hieß es, es gebe keine Alternativen zu dem Friedensplan, der seit Langem auf Eis liegt. Seit 2014 sind infolge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den von Moskau unterstützten Rebellen in der Ostukraine nach Uno-Schätzungen rund 13.000 Menschen getötet worden.

vks/Reuters



insgesamt 158 Beiträge
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vogeld 08.07.2019
1. Einigung wie für Honkong?
Die Russen werden die Krim nicht hergeben, die notorisch klamme Ukraine braucht das russische Gas. Wenn man sich einig werden würde, dass Krim zur Ukraine gehört und im Gegenzug die Ukraine die Krim für 2 x 99 Jahre an Russland verpachtet und Russland mit Gaslieferungen bezahlt, könnten alle Beteiligten erhobenen Hauptes auseinander gehen und Europa könnte auch endlich sein Verhältnis zu Russland normalisieren. Das wäre doch mal ein Deal.
Emderfriese 08.07.2019
2. Gut
Ein erster, allererster Schritt in die richtige Richtung! Gegenseitige Blockaden und Sanktionen nützen keinem etwas. Weder den Ukrainern um Kiew, noch den Ukrainern im Osten, auch nicht den Menschen auf der Krim. Übrigens genauso wenig uns in Deutschland und Europa! Den Russen überhaupt nicht. Eine Lösung zu finden, die allen Interessen gerecht wird, ist jedoch schwierig. Hoffen wir, dass alle bereit für Kompromisse sind.
soldev 08.07.2019
3. Die Krim ist russisch
...das war sie vorher (war ja schon autonom in der Ukraine) und das ist sie jetzt erst recht. Das glaubt doch wirklich keiner, dass die Russen sie jetzt wieder zurückgeben. Das einzige Problem ist der Donbass, da müssen sich beide Parteien an Abmachungen halten. Ich traue mir da keine Schuldzuweisung zu, Dreck haben die Russen UND Ukrainer genug am Stecken...
Crom 08.07.2019
4.
Soll er die Krim verkaufen, mit entsprechenden Zugangsrechten ins Asowsche Meer und der Zusicherung Putins die Ostukraine fallen zu lassen, sprich, die dortigen "Urlaubsgäste" nach Russland zurückzuholen. Danach sollte es der Ukraine frei stehen der NATO beizutreten, da auf russische Garantien (Stichwort "Budapester Memorandum") ja kein Verlass ist.
Anklaw1965 08.07.2019
5. Selenskyj will mit Putin über die Krim reden
aber nicht "Separatisten" obwohl vor dem Wahl versprochen hatte Jetzt 2 Wochen vor dem Wall in Parlament wird vile gesagt, wird es auch nach dem Wählen auch so?
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