Japan Yokohama twittert angeblichen Raketenstart in Nordkorea

Die japanische Stadt Yokohama hat mit einer falschen Twitter-Botschaft für Aufregung gesorgt. "Nordkorea hat eine Rakete gestartet", verkündete die Stadtverwaltung. Ein Versehen, gab man sich später zerknirscht.

Patriot-Abwehrsysteme in Japan: "Das Leben unseres Volkes schützen"
DPA

Patriot-Abwehrsysteme in Japan: "Das Leben unseres Volkes schützen"


Tokio - In der Korea-Krise sind alle beteiligten Seiten mehr als nervös. Südkorea und die USA haben ihre Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, weil sie den möglichen Start einer Mittelstreckenrakete in Nordkorea erwarten. Das gemeinsame Truppenkommando setzte das vierstufige Warnsystem Watchcon von Stufe drei auf zwei, wie der südkoreanische Rundfunk am Mittwoch berichtete.

In etwa zur gleichen Zeit verkündete die japanische Stadt Yokohama Fakten, wo bisher noch keine sind: "Nordkorea hat eine Rakete gestartet", verkündete die Stadtverwaltung am Mittwoch kurz vor Mittag (Ortszeit) auf Twitter über ihr Konto @yokohama_saigai. Ein Irrtum. "Wir haben dann einen Anruf eines unserer Follower erhalten, dem der Fehler aufgefallen war", sagte ein städtischer Angestellter. "Wir hatten die Nachricht vorbereitet, aber aus unbekannten Gründen wurde sie versehentlich versandt."

Japan hat seine Streitkräfte angesichts der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel in Alarmbereitschaft versetzt. In der Hauptstadt Tokio sind Patriot-Abwehrraketen stationiert, zudem entsandte die Marine Zerstörer mit Abfangraketen ins Japanische Meer. Ministerpräsident Shinzo Abe versicherte am Mittwoch, dass Japan alles tue, "um das Leben unseres Volkes zu schützen und seine Sicherheit zu garantieren".

Das kommunistische Nordkorea hat in den vergangenen Wochen immer wieder Angriffsdrohungen gegen Südkorea und die USA ausgesprochen. Die nordkoreanische Staatszeitung "Rodong Sinmun" berichtete am Mittwoch, die nordkoreanische Armee sei in der Lage, "US-Militärstützpunkte nicht nur in Japan, sondern auch anderswo im asiatisch-pazifischen Raum zu vernichten".

ler/AFP

insgesamt 16 Beiträge
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89518 10.04.2013
1. Natürlich
So eine lange Twitternachricht muss schließlich lange vorbereitet werden.
Wolfgang J. 10.04.2013
2. Kein Tag ohne Kim ...
Aber bald werden ihm die Ankündigungen ausgehen, und z.B. ich muss mir dann meinen gesundheitsfördernden, täglichen Lacher woanders besorgen. Kann man dem Mann nicht unter der Hand weitere Vorschläge machen? Z.B.: - In 2 Tagen besetzt Nordkorea den Mond, und ist von dort aus in der Lage die USA auf der ganzen Welt vernichtend zu schlagen.. oder : - Wir haben 20 US $ in unsere Gewalt gebracht und werden sie morgen öffentlich verbrennen... Irgendwie sowas jedemfalls: This politsoap must go on!!
labrador2002 10.04.2013
3. Twitter,Facebook und die Ahnungslosigkeit
Das wird in Zukunft häufiger passieren, da diese Meldungen von Personen veröffentlicht werden, die keine Ahnung und Kontakte haben, um seriöse Informationen zu veröffentlichen. Finde diese Berichte interessant, weil ja auch keiner weiß, wie Facebook sich in einem solchen Fall verhält, wenn der japanische oder südkoreanische Staat, die Plattform als Mittel zur Kriegspropaganda nutzt.
Emmi 10.04.2013
4. Und so begann der 3. Weltkrieg...
Wegen einer falschen Twittermeldung aus Japan drückt ein übernervöser südkoreanischer General auf den roten Knopf und schickt eine Rakete nach Norden. Die KDVR antwortet, indem sie alles abfeuert, was sie hat und richtet große Schäden in Südkorea, vor all Seoul an. Darauf reagieren die Amis mit massiven Bombardements in Nordkorea, was China zum Anlass nimmt, seinen Beistandspakt mit Nordkorea zu erfüllen und einen US Flugzeugträger zu versenken und 2 B2 Bomber abzuschießen. Obama antwortet mit einem atomaren Enthauptungsschlag gegen China. Die Russen können nicht genau erkennen, gegen wen die ganzen Raketen gerichtet sind und starten ebenfalls Atomraketen - dieses Mal gleich gegen alle NATO-Staaten, um auch keinen zu vergessen. 1 Woche später ist die Menschheit Geschichte, jedenfalls als entwickelte Zivilisation... Und wenn sie trotzdem überleben, dann strahlen sie noch 10.000 Jahre...
blue.sky 10.04.2013
5. Seit wann
ist Twitter für geheimdienstlichen Informationsaustausch zuständig? Ich glaube, das sich dieses soziale Netzwerk etwas zu wichtig nimmt. Um Hyserie zu verbreiten, ist es allemal geeignet.
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