Yukiya Amano Chef der Internationalen Atomenergiebehörde gestorben

Die IAEA-Flagge am Uno-Gebäude in Wien wurde auf halbmast gesetzt: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano, ist tot. Der 72-jährige Japaner hatte den Posten 2009 übernommen.

Yukiya Amano 2017 in Wien
CHRISTIAN BRUNA/ EPA-EFE /REX/ Shutterstock

Yukiya Amano 2017 in Wien


An diesem Montag wollte Yukiya Amano seinen Rücktritt von der Spitze der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien erklären - doch an diesem Tag verkündete die Behörde eine traurige Nachricht. "Das Sekretariat der Internationalen Atomenergiebehörde bedauert, über den Tod von Generaldirektor Yukiya Amano zu informieren", hieß es darin.

Der Japaner hatte schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Das war auch der Grund, weshalb er sich von seinem Posten frühzeitig zurückziehen wollte. Er wurde 72 Jahre alt.

Amano leitete die IAEA seit knapp zehn Jahren und führte sie durch schwierige Zeiten: Vor allem die Nukleartests in Nordkorea und das Atomprogramms Irans waren wichtige Themen in dieser Zeit. Die IAEA hat 171 Mitgliedstaaten.

Die Behörde spielt weltweit eine entscheidende Rolle bei der Überwachung der friedlichen Nutzung von Kernenergie. So überprüft die IAEA seit 2016 mit strengen Kontrollen die Einhaltung der Auflagen des Atomabkommens mit Iran. Die IAEA-Flagge am Uno-Gebäude in Wien werde auf halbmast gesetzt, berichtete die Behörde.

vks/Reuters/dpa

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