Zeitungsbericht Bundesregierung blockiert US-israelisches Rüstungsgeschäft


Hamburg/Berlin - Die Bundesregierung will offenbar ein geplantes amerikanisch-israelisches Rüstungsgeschäft verhindern. Wie die "Financial Times Deutschland" ("FTD") berichtet, hat sich Berlin gegen die geplante Lieferung des aus deutscher Entwicklung stammenden Truppentransporters "Dingo 2" an Israel entschieden. "Das Geschäft wird es unter dieser Regierung nicht geben. Das wissen auch die Israelis", zitierte die Zeitung nicht näher genannte Regierungskreise.

Der "Dingo" ist ein unbewaffnetes Unimog-Fahrzeug, das seine Insassen vor allem vor Minen schützen soll. Der "Dingo 2" ist eine Weiterentwicklung des speziell für Bundeswehr-Auslandseinsätze konzipierten Transporters.

Die rot-grüne Koalition befürchtet laut dem Zeitungsbericht, dass das israelische Militär das wendige Radfahrzeug in den Palästinensergebieten einsetzen könnte. Aus diesem Grund hatte Deutschland bereits 2002 eine entsprechende Anfrage Israels abgelehnt.

Die Regierungen in Jerusalem und Washington verhandeln der "FTD" zufolge seit Oktober über einen Kauf des in den USA unter deutscher Lizenz gefertigten "Dingos". Deutschland muss die dafür nötige Lieferung von Bauplänen in die USA genehmigen. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium wollte den Bericht am Mittwochabend nicht kommentieren.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.