Zeremonie in Oslo Friedensnobelpreis an Frauenrechtlerinnen überreicht

Eine Auszeichnung für friedliche Kämpferinnen: In Oslo haben Leymah Roberta Gbowee und Ellen Johnson-Sirleaf aus Liberia sowie Tawakkul Karman aus dem Jemen den Friedensnobelpreis entgegengenommen. Gewürdigt wurde ihr Einsatz für die Frauenrechte in ihren Ländern.

Die drei Friedensnobelpreisträgerinnen und die norwegische Königsfamilie: Auszeichnung für den Kampf um Frauenrechte
AFP

Die drei Friedensnobelpreisträgerinnen und die norwegische Königsfamilie: Auszeichnung für den Kampf um Frauenrechte


Oslo - Der Friedensnobelpreis ist zum ersten Mal an drei Frauen überreicht worden. In Oslo hat die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf zusammen mit ihrer Landsmännin Leymah Roberta Gbowee und der Journalistin Tawakkul Karman aus dem arabischen Jemen die Auszeichnung am Samstag in Empfang genommen.

Das Nobelkomitee begründet die Vergabe mit dem Einsatz der drei für die Sicherheit von Frauen in Kriegen und ihrer "vollen Teilhabe an der Schaffung von Frieden". Die Preisträgerinnen aus Liberia haben für die Beendigung des Bürgerkriegs in ihrem afrikanischen Land gekämpft. Karman ist für Demokratie und Meinungsfreiheit im Jemen aktiv.

Erstmals in der Geschichte des Friedensnobelpreises seit 1901 ging der Preis damit an drei Frauen zugleich. Insgesamt wurden bislang erst 15 Frauen ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte der inhaftierte chinesische Dissident Liu Xiaobo den Preis erhalten.

Weitere Nobelpreise in Schweden verliehen

Ins Stockholm überreicht der schwedische König Carl XVI. Gustaf am Samstagnachmittag den Nobelpreisträgern für Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Ökonomie ihre Medaillen und Urkunden. Die Nobelpreise sind mit jeweils zehn Millionen Kronen (rund 1,1 Millionen Euro) dotiert.

Der Nobelpreis für Physik wurde den US-Astrophysikern Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess für ihre Entdeckung zugesprochen, dass sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt. Der israelische Chemiker Daniel Shechtman wird für die Entdeckung der sogenannten Quasikristalle geehrt.

Mit dem Medizinnobelpreis werden in diesem Jahr die Immunforscher Ralph Steinman, Bruce Beutler und Jules Hoffmann ausgezeichnet, die entscheidend zum Verständnis der menschlichen Immunabwehr beigetragen haben. Steinman war jedoch drei Tage vor Bekanntgabe der Auszeichnung gestorben.

Dem schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer wird der Literaturnobelpreis verliehen. Und die US-amerikanischen Professoren Thomas J. Sargent und Christopher A. Sims erhalten für ihre empirische Arbeiten zur Makroökonomie den Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften

abl/dpa

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