Türkisch-syrische Grenze Zusammenstöße zwischen Schmugglern und Soldaten

Tausende Schmuggler profitieren vom syrischen Bürgerkrieg und bringen Öl illegal in die Türkei. Die türkische Armee will den Schmuggel eindämmen und hat ihre Präsenz in der Region verschärft. Nun häufen sich die Zusammenstöße zwischen Soldaten und Schmugglern.

Türkisch-syrisches Grenzgebiet (Archivbild): 18 Soldaten wurden verletzt;
AFP

Türkisch-syrisches Grenzgebiet (Archivbild): 18 Soldaten wurden verletzt;


Ankara - An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien hat es einen neuen Zwischenfall gegeben. Bei Zusammenstößen zwischen mutmaßlichen Schmugglern und der türkischen Armee sind am Dienstag mindestens 18 Soldaten verletzt worden.

Der Konflikt begann laut einer Mitteilung des türkischen Militärs in der Nacht zum Dienstag. Zunächst habe die Armee die etwa 2500 bis 3000 Schmuggler mit Warnrufen in türkischer und arabischer Sprache zum Verlassen des Grenzgebiets aufgefordert. Als dieser Aufruf ignoriert wurde, hätten die Truppen Tränengas eingesetzt.

Am Dienstagmorgen seien dann 300 Soldaten in das Grenzdorf Kusakli geschickt worden, das sie nach Schmugglern durchsuchen sollten. Die Dorfbewohner hätten die einrückenden Sicherheitskräfte jedoch umgehend angegriffen. "Sie warfen Molotowcocktails auf unsere gepanzerten Fahrzeuge und wollten sie in Brand stecken. Gegen 7 Uhr wurde aus einigen Häusern in dem Dorf das Feuer auf unsere Truppen eröffnet", teilte die türkische Armee mit.

500.000 syrische Flüchtlinge leben in der Türkei

18 Soldaten hätten Verletzungen an Armen, Beinen und im Gesicht davongetragen und mussten in Krankenhäusern behandelt werden, jedoch befinde sich keiner von ihnen in ernstem Zustand.

Seit Jahren bringen Schmuggler vor allem Öl aber auch andere Güter aus Syrien illegal in die Türkei. In den vergangenen Monaten haben sich im Zuge des Syrien-Konflikts die Spannungen zwischen den Schiebern und den türkischen Grenztruppen deutlich verschärft. Nach eigenen Angaben hat die Armee bei Razzien mehrere Schmuggler getötet.

Viele Schmuggler profitieren von dem Bürgerkrieg in Syrien. Die hügelige Grenzprovinz Hatay um die Kleinstadt Reyhanli ist die bevorzugte Region, um Waren aber auch Bürgerkriegsflüchtlinge in die Türkei zu bringen. Gegenwärtig leben etwa 500.000 Syrer in Flüchtlingslagern auf türkischem Gebiet.

syd/Reuters



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karlomari 06.08.2013
1. Berichten SIe lieber über den Angriff auf die Kurden
Zitat von sysopAFPTausende Schmuggler profitieren vom syrischen Bürgerkrieg und bringen Öl illegal in die Türkei. Die türkische Armee will den Schmuggel eindämmen und hat ihre Präsenz in der Region verschärft. Nun häufen sich die Zusammenstöße zwischen Soldaten und Schmugglern. http://www.spiegel.de/politik/ausland/zusammenstoesse-zwischen-schmugglern-und-soldaten-in-der-tuerkei-a-915175.html
Nach der Kriegserklärung der Freien Syrischen Armee (FSA) gegen die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete Ende Juli häufen sich die Meldungen über Greueltaten an kurdischen Zivilisten. So verübten Gotteskrieger von Al-Qaida gemeinsam mit Einheiten der FSA in den beiden Orten Til Hasil und Til Aran im Gebiet von Aleppo in der vergangenen Woche Massaker an 70 kurdischen Zivilisten. Über Lautsprecher der örtlichen Moscheen erklärten die Dschihadisten nach Aussagen von geflohenen Bewohnern die Bevölkerung für vogelfrei. Es sei legitim, so riefen sie bei dem Angriff, kurdische Frauen zu entführen und zu vergewaltigen. Die Mehrzahl der Kurden hat die angegriffenen Orte verlassen. Hunderte von den Dschihadisten Verschleppte werden noch vermißt. Der Beschluß zum Angriff auf die lange vom Bürgerkrieg verschonten kurdischen Siedlungsgebiete war am 26. Juli auf einer Tagung von 70 FSA-Kommandeuren im türkischen Gaziantep gefallen. Entlang der türkischen Grenze haben seit einem Jahr Volksräte unter Führung der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Kontrolle übernommen, während sich die syrischen Regierungstruppen zurückgezogen haben. Der Vorsitzende des FSA-Militärrates von Aleppo, Oberst Abdulcabbar Al-Akidi beschuldigte die PYD daher, als Shabiha (Hilfstruppe) auf der Seite des Assad-Regimes zu stehen. Nun sei die Zeit der §Vernichtung" gekommen. Al-Akidi kündigte dazu die Öffnung der Waffen- und Munitionslager seiner vom Westen und den Golfmonarchien hochgerüsteten Truppe für die Dschihadisten der Al-Nusra-Front und des Islamischen Staats im Irak und Syrien (ISIS) an. Hinter dem Angriff auf die kurdischen Gebiete steht daher offenbar die Kalkulation, ihre Kräfte zukünftig im Nordosten zu konzentrieren. Dort verlaufen die Nachschublinien der bewaffneten Banden in die Türkei, wo auch verletzte Kämpfer in türkischen Krankenhäusern versorgt werden. Zudem befinden sich in dieser Region die syrischen Ölfelder. In den letzten Tagen wurden nach Augenzeugenberichten Waffen und Munition von der türkischen Provinz Gaziantep über den Grenzübergang Karkamis in arabische Dörfer nahe der kurdischen Stadt Kobani gebracht. Quelle Ria Novosti , APA ,Junge Welt und SOHR
Hape1 06.08.2013
2.
Zitat von karlomariNach der Kriegserklärung der Freien Syrischen Armee (FSA) gegen die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete Ende Juli häufen sich die Meldungen über Greueltaten an kurdischen Zivilisten. So verübten Gotteskrieger von Al-Qaida gemeinsam mit Einheiten der FSA in den beiden Orten Til Hasil und Til Aran im Gebiet von Aleppo in der vergangenen Woche Massaker an 70 kurdischen Zivilisten. Über Lautsprecher der örtlichen Moscheen erklärten die Dschihadisten nach Aussagen von geflohenen Bewohnern die Bevölkerung für vogelfrei. Es sei legitim, so riefen sie bei dem Angriff, kurdische Frauen zu entführen und zu vergewaltigen. Die Mehrzahl der Kurden hat die angegriffenen Orte verlassen. Hunderte von den Dschihadisten Verschleppte werden noch vermißt. Der Beschluß zum Angriff auf die lange vom Bürgerkrieg verschonten kurdischen Siedlungsgebiete war am 26. Juli auf einer Tagung von 70 FSA-Kommandeuren im türkischen Gaziantep gefallen. Entlang der türkischen Grenze haben seit einem Jahr Volksräte unter Führung der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Kontrolle übernommen, während sich die syrischen Regierungstruppen zurückgezogen haben. Der Vorsitzende des FSA-Militärrates von Aleppo, Oberst Abdulcabbar Al-Akidi beschuldigte die PYD daher, als Shabiha (Hilfstruppe) auf der Seite des Assad-Regimes zu stehen. Nun sei die Zeit der §Vernichtung" gekommen. Al-Akidi kündigte dazu die Öffnung der Waffen- und Munitionslager seiner vom Westen und den Golfmonarchien hochgerüsteten Truppe für die Dschihadisten der Al-Nusra-Front und des Islamischen Staats im Irak und Syrien (ISIS) an. Hinter dem Angriff auf die kurdischen Gebiete steht daher offenbar die Kalkulation, ihre Kräfte zukünftig im Nordosten zu konzentrieren. Dort verlaufen die Nachschublinien der bewaffneten Banden in die Türkei, wo auch verletzte Kämpfer in türkischen Krankenhäusern versorgt werden. Zudem befinden sich in dieser Region die syrischen Ölfelder. In den letzten Tagen wurden nach Augenzeugenberichten Waffen und Munition von der türkischen Provinz Gaziantep über den Grenzübergang Karkamis in arabische Dörfer nahe der kurdischen Stadt Kobani gebracht. Quelle Ria Novosti , APA ,Junge Welt und SOHR
Hape1 06.08.2013
3. ...
Zitat von karlomariNach der Kriegserklärung der Freien Syrischen Armee (FSA) gegen die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete Ende Juli häufen sich die Meldungen über Greueltaten an kurdischen Zivilisten. So verübten Gotteskrieger von Al-Qaida gemeinsam mit Einheiten der FSA in den beiden Orten Til Hasil und Til Aran im Gebiet von Aleppo in der vergangenen Woche Massaker an 70 kurdischen Zivilisten. Über Lautsprecher der örtlichen Moscheen erklärten die Dschihadisten nach Aussagen von geflohenen Bewohnern die Bevölkerung für vogelfrei. Es sei legitim, so riefen sie bei dem Angriff, kurdische Frauen zu entführen und zu vergewaltigen. Die Mehrzahl der Kurden hat die angegriffenen Orte verlassen. Hunderte von den Dschihadisten Verschleppte werden noch vermißt. Der Beschluß zum Angriff auf die lange vom Bürgerkrieg verschonten kurdischen Siedlungsgebiete war am 26. Juli auf einer Tagung von 70 FSA-Kommandeuren im türkischen Gaziantep gefallen. Entlang der türkischen Grenze haben seit einem Jahr Volksräte unter Führung der Partei der Demokratischen Union (PYD) die Kontrolle übernommen, während sich die syrischen Regierungstruppen zurückgezogen haben. Der Vorsitzende des FSA-Militärrates von Aleppo, Oberst Abdulcabbar Al-Akidi beschuldigte die PYD daher, als Shabiha (Hilfstruppe) auf der Seite des Assad-Regimes zu stehen. Nun sei die Zeit der §Vernichtung" gekommen. Al-Akidi kündigte dazu die Öffnung der Waffen- und Munitionslager seiner vom Westen und den Golfmonarchien hochgerüsteten Truppe für die Dschihadisten der Al-Nusra-Front und des Islamischen Staats im Irak und Syrien (ISIS) an. Hinter dem Angriff auf die kurdischen Gebiete steht daher offenbar die Kalkulation, ihre Kräfte zukünftig im Nordosten zu konzentrieren. Dort verlaufen die Nachschublinien der bewaffneten Banden in die Türkei, wo auch verletzte Kämpfer in türkischen Krankenhäusern versorgt werden. Zudem befinden sich in dieser Region die syrischen Ölfelder. In den letzten Tagen wurden nach Augenzeugenberichten Waffen und Munition von der türkischen Provinz Gaziantep über den Grenzübergang Karkamis in arabische Dörfer nahe der kurdischen Stadt Kobani gebracht. Quelle Ria Novosti , APA ,Junge Welt und SOHR
Der russische Aussenminister hat zu den Massakern der "Aktivisten" bereits Stellung genommen. Demnach wurden 450 Kurden, darunter 100 Kinder von den "Aktivisten" befreit.......in dem man sie Abgeschlachtet hat..... "Das erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag in Rom auf einer Pressekonferenz mit, die er nach einem Treffen der Verteidigungs- und der Außenminister Russlands und Italiens gab. *Medienberichten zufolge hatten die syrischen Extremisten in der Nacht zum Dienstag im Norden des Landes rund 450 Kurden, darunter mehr als 100 Kinder, ermordet*." Schoigu: Kampfstoffe dürfen nicht in die Hände der Terroristen in Syrien gelangen | Sicherheit und Militär | RIA Novosti (http://de.rian.ru/security_and_military/20130806/266619350.html) PS: Wieso werden in letzter Zeit die Foren zum Thema Syrien nach kurzer Zeit wieder geschlossen? Trotz reger Beteiligung?
karlomari 06.08.2013
4. Diversität
Zitat von Hape1Der russische Aussenminister hat zu den Massakern der "Aktivisten" bereits Stellung genommen. Demnach wurden 450 Kurden, darunter 100 Kinder von den "Aktivisten" befreit.......in dem man sie Abgeschlachtet hat..... "Das erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag in Rom auf einer Pressekonferenz mit, die er nach einem Treffen der Verteidigungs- und der Außenminister Russlands und Italiens gab. *Medienberichten zufolge hatten die syrischen Extremisten in der Nacht zum Dienstag im Norden des Landes rund 450 Kurden, darunter mehr als 100 Kinder, ermordet*." Schoigu: Kampfstoffe dürfen nicht in die Hände der Terroristen in Syrien gelangen | Sicherheit und Militär | RIA Novosti (http://de.rian.ru/security_and_military/20130806/266619350.html) PS: Wieso werden in letzter Zeit die Foren zum Thema Syrien nach kurzer Zeit wieder geschlossen? Trotz reger Beteiligung?
Das liegt wohl daran, das die Artikel zu schnell von Reuters übernommen worden. Sie haben ja selbst schon nachgewiesen, das der Meng- "Flugplatz" in den Medien ganz anders dargestellt wurde. ;-) Aus dem "überwältigen Sieg" eines Heli Landeplatzes werden nun sogar die Toten weniger. Das mit den 70 scheint mal wieder eine Jubelschätzung von SOHR zu sein. Wenn man sich die Videos ansieht, erkennt man, das die eine Autobombe zu weit von den Gebäuden entfernt hochgeht, um in den Gebäuden die Soldaten zu töten, sondern die Toten wären auch stolz auf den Videos gezeigt worden. In den Videos sind in der Tat einige Leichen zu sehen, aber eher einzelne und kleine Gruppen verstreut in den befestigten Stellungen. Syrische Quellen melden tote 12 Soldaten, 5 POW. Das deckt sich auch mit dem Videomaterial. Und nun wird auch durch Kurden bestätigt , das es tatsächlich ein Konvoi geschafft sichere kurdische Gebiete zu erreichen. Dort wurden ihnen zwar die beiden Panzer und ihre Waffen abgenommen und sie selbst gefangengenommen, aber sie werden dort immerhin nicht ermordet und haben gute Chancen (ohne ihre Waffen) wieder frei zu kommen.
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