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Briefe

Außerordentlich wichtig
aus DER SPIEGEL 22/2007

Außerordentlich wichtig

Nr. 19/2007, Afrika (IV): Die Agrarsubventionen reicher Länder zerstören die Existenz der Bauern in den Entwicklungsländern

Damit hat der SPIEGEL einen hilfreichen, ja unersetzlichen Beitrag zum Verständnis dieses geschundenen Kontinents geleistet. Wir sind alle aufgerufen, hinzuschauen statt wegzuschauen, was diesen Kontinent und seine Einwohner betrifft. Serien wie diese sind außerordentlich wichtig, um Aufmerksamkeit, Verständnis und Hintergrundwissen zu implantieren. Nur so können Fortschritte im Kampf gegen Korruption, Menschenrechtsverletzungen und daraus resultierende Armut erzielt werden.

STUTTGART ECKART BOLLMANN INITIATIVGRUPPE FÜR ETHIK & MENSCHENRECHTE

Das UN World Food Programme (WFP) ist sehr erstaunt, mit welch negativer Grundhaltung Sie erneut über humanitäre Hilfe einschließlich der Nahrungsmittelhilfe berichten. Im Beitrag »Not für die Welt« wird nun sogar die absurde Behauptung aufgestellt, Nahrungsmittelhilfe löse in Afrika Konflikte aus, die Interventionen von Uno-Truppen erforderten, ohne dass für diese einmalige Anschuldigung auch nur ein Beispiel genannt wird. Ebenso haltlos ist der zweite Vorwurf, Bauern im Westen Kenias könnten ihre Maisernte nicht verkaufen, weil WFP hungernde Dürreopfer in anderen Teilen Kenias mit Nahrung versorge. Das Gegenteil ist der Fall: Kenias Bauern machen sogar größere Gewinne, weil die Maispreise durch die Dürre gestiegen sind. Dies lag auch an WFP, das stets möglichst vor Ort einkauft, um die Farmer zu fördern - weshalb in Kenia fast die Hälfte unserer Nahrungsmittelhilfe von einheimischen Bauern stammt.

BERLIN DR. MONIKA MIDEL DIREKTORIN UN WORLD FOOD PROGRAMME

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