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Ausverkauf

aus DER SPIEGEL 12/1954

Der amerikanische Verteidigungsminister Charles E. Wilson hat sich durch einen riesenhaften Inventurausverkauf von überflüssigem Wehrmachtsmaterial bei der Geschäftswelt unbeliebt gemacht. Für den Kriegsfall hatte die Truman-Verwaltung u. a. eingelagert:

* 1,7 Millionen Besen,

* 430 000 Staubsauger,

* 2,1 Millionen Kilo Toiletteseife,

* 26 Millionen Bleistifte,

* 5,2 Millionen Bogen Schreibpapier,

* 77 Millionen Nähnadeln,

* Glühbirnen zur Deckung des Armeebedarfs auf 60 Jahre.

Aus diesen und anderen Armeebeständen sollen Waren im Werte von 13 Milliarden Dollar verschleudert werden. Mit dem Ausverkauf parallel läuft eine radikale Beschneidung der Militäraufträge bis zu 78 Prozent. Auf Druck der Geschäftsleute hat Wilson sich bereit erklärt, die monatliche Verkaufsrate auf Waren im Wert von nicht mehr als 150 Millionen Dollar zu begrenzen.

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