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Hausmitteilung Baghdadi / Fluchthilfe / SAP / Roy

aus DER SPIEGEL 45/2019
Reuter in Syrien 2012

Reuter in Syrien 2012

Foto: Vedat Xhymshiti / DER SPIEGEL

Zum ersten Mal war Reporter Christoph Reuter vor sieben Jahren ins syrische Idlib gereist, über die türkisch-syrische Grenze. Weitere Reisen ins Kriegsgebiet folgten, dazu Fahrten im Pick-up in die umliegenden Dörfer, um die Menschen dort zu treffen, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, die hilfreich sein könnten, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Auf dieses Netzwerk griff Reuter auch zurück, als er am vergangenen Wochenende damit begann, die letzten Tage des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi zu recherchieren – den US-Spezialeinheiten am vergangenen Samstag aufgespürt hatten, woraufhin er sich in die Luft sprengte. Reuter und ein syrischer SPIEGEL-Mitarbeiter sprachen mit Nachbarn, auch mit dem Vorbesitzer des Grundstücks, auf dem Baghdadi starb: »Es dauerte lange, bis er glaubte, dass der IS-Anführer dort gewesen war. Keiner hatte mit Baghdadi gerechnet.« zum Artikel 

Seit gut 30 Jahren trägt Jürgen Bohl, einst Regimekritiker in der DDR, den Nachnamen Bruhns. Er verdankt ihn seiner ehemaligen Frau, der heutigen SPIEGEL-Redakteurin Annette Bruhns, die ihn im September 1989 geheiratet hatte, damit er dem Regime und der Stasi entkommen konnte. Warum sie diesen Mann heiratete, warum sie sich scheiden ließen und warum sie bis heute enge Freunde sind, beschreibt Annette Bruhns in einem persönlichen Text, der deutsch-deutsche Geschichte greifbar macht. Teil der Recherche war die Stasi-Akte von Jürgen Bruhns, knapp 300 Seiten dick. Für die Überprüfung brauchte Dokumentar Heiko Buschke deutlich länger als üblich, und auch Annette Bruhns lernte während der Gespräche Neues über den Mann, den sie lange kennt: »Ich habe Jürgen als Dissidenten gesehen, aber er widersprach, sagte, der Begriff sei zu groß, er sei ein Andersdenkender gewesen.« zum Artikel 

Jennifer Morgan ist nicht nur die erste Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns, sie ist, zusammen mit ihrem Kollegen Christian Klein, Chefin des wertvollsten Dax-Konzerns, SAP. Ihre Berufung durch Firmengründer Hasso Plattner und ihren Vorgänger Bill McDermott erfolgte quasi über Nacht und auch überraschend für sie selbst. Der neue Job wurde Morgan angeboten, als sie in einem kalifornischen Luxusresort war. Mit SPIEGEL-Redakteurin Michaela Schießl sprach sie darüber, wie es ist, als Frau an der Spitze eines IT-Konzerns zu stehen, warum sie als Frauenförderin gegen die Frauenquote ist und wieso sie ihrem Co-Chef Klein immer bunte Socken mitbringt: »Ich arbeite an seiner modischen Rundumerneuerung.« zum Artikel 

»Guten Tag, Herr Polizist!« Im Gespräch mit San-Francisco-Korrespondent Guido Mingels überraschte der Autoexperte Alex Roy mit nicht immer sinnvollen deutschen Floskeln – Roy liebt die deutsche Sprache, ohne sie zu beherrschen. Er liebt auch das Autofahren, illegale Rennen vor allem, und es ist erstaunlich, dass Roy für eine Firma arbeitet, die an selbstfahrenden Autos forscht und in die Volkswagen 2,6 Milliarden Dollar steckte. Für ein Rennen dekorierte Roy seinen BMW als deutsches Polizeiauto samt absurden Schriftzügen wie »MünchenAutobahnPolizeiJäger«. Wenn er von US-Polizisten angehalten wurde, erklärte Roy in kreativem Deutsch, er sei deutscher Polizist im Urlaub. »Die waren so perplex, dass sie mich weiterfahren ließen.« zum Artikel 

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