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Geldanlage Banken entdecken Medien

aus DER SPIEGEL 48/1996

Immer mehr Banken bieten Medienfonds für Privatanleger an. Im Kommunikationsgeschäft steckt »enormes Potential«, sagt die Deutsche Kapitalanlagegesellschaft (Deka), eine Tochter der Sparkassen. Vergangene Woche brachte sie den Deka Tel Medien Fonds heraus, der Beteiligungen an Telekommunikations- und Medienunternehmen hält. Innerhalb von zwei Tagen sammelte die Sparkassen-Gesellschaft 270 Millionen Mark bei Anlegern ein. Ebenfalls seit letzter Woche bieten die Volksbanken einen Medienfonds an, den AMF Communication Fund mit Aktien von Unterhaltungskonzernen wie Disney und Nintendo sowie Beteiligungen an Computer- und Mobilfunkunternehmen. Die Dresdner Bank wird Anfang nächsten Jahres Anteile ihres DIT Multimedia verkaufen, ebenfalls im Januar will die Hypo-Bank mit einem Fonds namens HypoTeleGlobal Gelder für den »Wachstumsmarkt der Zukunft« einsammeln. Als erstes deutsches Kreditinstitut hatte die Deutsche Bank den Trend entdeckt und im Juli 1994 den DWS Telemedia aufgelegt. Der Fonds, der fast ein Viertel seiner Gelder in nordamerikanische Fernseh- und Radiosender investiert und anfangs nur relativ wenig Erfolg hatte, nimmt derzeit werktäglich 6,5 Millionen Mark Anlegergelder ein. Bislang schaffte der Fonds der Deutschen Bank einen Wertzuwachs von 16,7 Prozent.

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