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Briefe

Bei einem Happen Fisch
aus DER SPIEGEL 22/1996

Bei einem Happen Fisch

(Nr. 20/1996, Verhaltensforschung: Haben Tiere Bewußtsein?)

Naiv und scheinheilig scheint es mir, das Denken der Tiere an menschlichen Maßstäben messen zu wollen. Denn der daraus folgende Kurzschluß ist dann: Die Tiere denken nicht wie Menschen, also denken sie gar nicht. Aber muß das deshalb ausschließen, daß sie nicht auf einfacherer, existentiellerer Ebene dennoch denken und fühlen können, in ihrer Art von Sprache oder in Bildern? Ist nicht diese harte Grenze - Bewußtsein hier, Automaten dort - eher eine ideologische? *UNTERSCHRIFT:

Berlin ANDREAS GRUENBERG

Was ist so überraschend an der Erkenntnis, daß Tiere nicht dumm wie Brot sind? Richtig, weder Delphine noch Menschen der Bronzezeit fänden sich im Internet zurecht, aber wer von uns ist schon in der Lage, im Dunkeln Fische mit dem Maul zu fangen? Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob die erwähnten Delphine nicht bei einem guten Happen Fisch darüber schwadronieren, ob die Menschen »den computergenerierten Pfeiftönen eine Bedeutung zu geben verstehen« - was Diana Reiss offensichtlich versucht, aber nicht adäquat beherrscht. Die Delphine haben jedenfalls ihren Spaß - auch sie sind begeistert, wenn nicht sogar beeindruckt, daß Menschen schlauer sind als ursprünglich angenommen. *UNTERSCHRIFT:

Marburg MARKUS GÖRDES

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