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Hausmitteilung Belarus / Baumann / Riefenstahl / SPIEGEL EDITION

aus DER SPIEGEL 43/2020

Die Repräsentanten der belarussischen Opposition sind zumeist Frauen. Redakteur Timofey Neshitov begleitete in Minsk eine Woche lang Nina Baginskaja, die schon seit mehr als 20 Jahren gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko demonstriert. Während die 73-Jährige von Kundgebung zu Kundgebung eilte, fragte ihre Enkelin, ob Neshitov eine weiß-rot-weiße Protestflagge nähen wolle, »damit du weißt, wie sich Revolution anfühlt«. Neshitov brauchte zwei Stunden an der Nähmaschine, die Nähte gerieten schief. »Häng sie an die belarussische Botschaft in Berlin«, forderte ihn die Enkelin auf. Neshitovs Kollegin Katrin Kuntz traf derweil Swetlana Tichanowskaja, die Anführerin der Demokratiebewegung. Die 38-Jährige lebt momentan wie viele andere Aktivisten im litauischen Vilnius. »In Belarus würden wir alle sofort verhaftet«, sagte Tichanowskaja. »Auf Dauer will allerdings niemand bleiben«, erklärt Kuntz. »Alle Geflüchteten glauben fest daran, dass der Wandel in Minsk kommen wird.« zum Artikel 

Zweimal war sie deutsche Meisterin, 2016 fuhr sie zu den Olympischen Spielen. Doch je erfolgreicher die Hürdenläuferin Jackie Baumann, 25, wurde, desto mehr verlor sie den Spaß am Sport. Im August zog die Tochter des Olympiasiegers Dieter Baumann die Reißleine und beendete ihre Karriere. Redakteurin Antje Windmann begleitete Baumann auf einer Wanderung durch die Umgebung von Tübingen und ließ sich von ihr erzählen, wie sehr sie unter Wettkampfängsten gelitten habe. »Seit langer Zeit fühle ich mich erstmals frei«, sagte Baumann. Ihrem Sport ist die Studentin dennoch treu geblieben. »Sie trainiert weiterhin sechsmal die Woche, lief sogar einmal Bestzeit – aber es bekam niemand mit«, so Windmann. zum Artikel 

Die neue Studie der Filmemacherin Nina Gladitz über die Hitler-Vertraute und Regisseurin Leni Riefenstahl birgt Stoff genug, um eine heftige Debatte über deren NS-Vergangenheit auszulösen. SPIEGEL-Redakteur Martin Doerry und sein SPIEGEL-TV-Kollege Michael Kloft sind den Vorwürfen von Gladitz nachgegangen, sie haben weitere Quellen zurate gezogen und die Studie intensiv diskutiert. »Nicht immer waren wir einer Meinung«, sagt Doerry, »aber die neuen Dokumente belasten Riefenstahl massiv.« Nun präsentieren die beiden das Ergebnis ihrer Recherchen: Klofts Film wird ab kommender Woche auf YouTube und dann am 18. November auf Arte gezeigt. Den Text lesen Sie hier .

Die Bibel ist wohl das am häufigsten gedruckte Buch der Welt – und wahrscheinlich auch das einflussreichste: Seit bald zwei Jahrtausenden beschäftigt sich die Menschheit mit ihren Botschaften. Wer den Frieden will, kann sich auf sie berufen, Fanatiker können mit ihr in den Glaubenskrieg ziehen. Auch die SPIEGEL-Redaktion hat sich in den vergangenen Jahren häufig mit der Bibel befasst. Eine Auswahl dieser Texte präsentiert das neue Heft SPIEGEL EDITION »Die Bibel. Das mächtigste Buch der Welt«. Ab Dienstag am Kiosk.

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