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Hausmitteilung BER / Marxloh / DEIN SPIEGEL

aus DER SPIEGEL 34/2017
Wassermann, Geyer, Fichtner

Wassermann, Geyer, Fichtner

Foto: Espen Eichhöfer / Der Spiegel

Im Südosten Berlins, in Schönefeld, wird seit elf Jahren an einem Flughafen gebaut, der womöglich niemals eröffnet werden kann. Wohl noch nie zuvor ist ein staatliches Großprojekt derart entgleist, und daran tragen vorrangig die öffentlichen Bauherren die Schuld. So verwickelt ist der Fall BER, dass Ullrich Fichtner, Matthias Geyer und Andreas Wassermann, unterstützt durchSPIEGEL-Dokumentar André Geicke, sieben Monate lang für ihre Recherchen benötigten. Tausende Seiten Akten waren zu sichten, Gerichtsurteile, Untersuchungsberichte, Lärmgutachten. Es galt, die Absonderlichkeiten von Sprinkler-Anlagen und Entrauchungsmatrizen zu verstehen und Dutzende Zeitzeugen zum BER zu befragen, darunter ehemalige und aktuelle Flughafenchefs, Bürgermeister und Minister. Herausgekommen ist eine Reportage, die von deutscher Überheblichkeit handelt – und mit 20 Seiten so lang ist wie kaum eine SPIEGEL-Geschichte zuvor. zum Artikel 

Am Dienstag erklärte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz Integration zu einer der wichtigen gesellschaftspolitischen Zukunftsaufgaben Deutschlands. In Duisburg lässt sich beispielhaft beobachten, wie schwer es ist, sie zu lösen. Katja Thimm fühlte sich manchmal an Reisen in Schwellenländer erinnert, als sie nun im Stadtviertel Marxloh recherchierte, wo Migranten in der Überzahl sind. Sie besichtigte Schrottimmobilien, in denen Armutszuwanderer aus Osteuropa leben, oft gemeinsam mit Ratten. Sie erfuhr, dass es kaum eine Form der Kriminalität gibt, die in dem Viertel nicht gehäuft vorkommt. Dennoch gelangte sie am Ende zu dem Ergebnis, dass Marxlohs Ruf der No-go-Area, aus der sich sogar der Staat zurückgezogen habe, nicht angemessen ist. »Ordnungskräfte und Polizei sind in hohem Maße in Marxloh und anderen Problemvierteln präsent«, sagt Thimm, »und sie versuchen mit Null-Toleranz-Strategien, die Kontrolle wiederzugewinnen.«zum Artikel 

Sie habe als Kind wahrscheinlich zu viel Milch getrunken, leide manchmal unter dröhnenden Ohren und würde in ihrem ungepflegten Garten gern mehr Unkraut zupfen – es waren auch Informationen wie diese, die die beiden Kinderreporter Constantin und Cemre kürzlich von Angela Merkel erhielten. Das Interview, das die mächtigste Frau der Welt den beiden Elfjährigen gab, ist in der neuen Ausgabe von DEIN SPIEGEL zu lesen, dem Nachrichten-Magazin für Kinder, das am Dienstag erscheint. Am gleichen Tag kommt die neue Ausgabe von SPIEGEL WISSEN heraus, die sich dem Thema »Intelligenz« widmet. Um zu ergründen, wie sich die Kraft des Geistes entwickelt und ob man sie trainieren kann, besuchten die Autoren unter anderem eine Kita, in der Vierjährige ihre Gefühle analysieren. Außerdem ließen sie sich erklären, warum Feminismus nicht nur gut für den Geist, sondern auch für den Sex ist.

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