Bjarne Mädel ist mit einer Rettungsweste auf die Berlinale, um für Seenotrettung zu protestieren

Warum das Thema gerade wieder wichtig ist

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2019 auf bento.de veröffentlicht.

Kein Anzug, kein Hemd: Als Bjarne Mädel am Montag auf die Berlinale  kam, um seinen Film "25 km/h" zu zeigen, trug er stattdessen eine orange leuchtende Rettungsweste. In dem Film spielen Bjarne Mädel und Lars Eidinger zwei Brüder, die nach dem Tod ihres Vaters eine Mofatour durch Deutschland unternehmen. 

Das Outfit bei der Vorstellung im "Kino Delphi Lux" in Berlin hatte allerdings einen ganz anderen Grund.

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Mädel engagiert sich für die Organisation "SOS Mediterranee". Sie wurde 2015 gegründet, um dem Sterben geflüchteter Menschen im Mittelmeer ein Ende zu setzen. Gemeinsam mit anderen Gruppen aus ganz Europa betreibt sie das Rettungsschiff "Aquarius". "Ärzte ohne Grenzen" übernimmt die medizinische Versorung der Geflüchteten. Nach eigenen Angaben hat SOS Mediterranee bereits 29.000 Flüchtende an Bord der "Aquarius" aufgenommen. (SOS Mediterranee )

Doch seit einiger Zeit haben die Retter kaum noch eine Chance Menschenleben zu retten. 

Viele europäische Staaten blockieren die privaten Seenotretter. Mit seinem Auftritt in der leuchtend orangenen Rettungsweste wollte der Schauspieler darauf aufmerksam machen. 

Allein in den ersten fünf Wochen seien durch die Blockaden auf den drei größten Fluchtrouten bereits über 200 Menschen im Mittelmeer ertrunken, schreibt "SOS Mediterranee" auf ihrer Website . Ende Januar ertranken 170 Menschen, deren Boote auf dem Weg nach Europa untergegangen waren. (Süddeutsche ) Das Mittelmeer wird wieder zu einem Massengrab.

Kein Mensch, der ertrinkt, ist eine Zahl, sondern es sind reale Menschen, die sterben. Das ist der Grund, warum ich diese Weste trage.

erklärte Bjarne Mädel in dem Tweet von "SOS Mediterranee".

Für die Kampagne "#SpendeMenschlichkeit " der Organisation ließ sich Bjarne Mädel bereis im Sommer 2018 mit anderen Prominenten wie Klaas Heufer-Umlauf, Collien Ulmen-Fernandes oder Marteria fotografieren, um auf die Situation der Geflüchteten hinzuweisen. 

Auch auf Instagram wies er noch einmal auf die derzeitige Situation hin:

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Ruben Neugebauer ist einer unserer 19 für 2019.

Als Mitglied von Sea-Watch rettet er Menschenleben.

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