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PRESSE Berliner Sparkurs

aus DER SPIEGEL 44/2000

Einst sollte sie die »deutsche Washington Post« werden, nun muss die »Berliner Zeitung« Kosten senken. Noch im laufenden Geschäftsjahr (Ende: Juni 2001) sollen 1,125 Millionen Mark eingespart werden - 2,5 Prozent des Redaktionsetats. Durch die Kürzungen verspricht sich der Verlag Gruner + Jahr nach Jahren des Verlusts endlich eine schwarze Null in der Bilanz. Seit 1991 ist die Auflage von 286 600 auf 205 600 Stück abgesackt. Ebenfalls einsparen will der Konzern ("Stern«, »Geo") fürs Erste den Posten des Herausgebers. Das Amt, das Dieter Schröder, Ex-Chefredakteur der »Süddeutschen Zeitung«, im Februar 2001 abgibt, soll zunächst unbesetzt bleiben. Chefredakteur Martin Süskind, der den Job vor 17 Monaten antrat, will das Blatt wieder fester im Berliner Stadtgeschehen verankern: Der Titel sei Programm - »und wenn wir uns Berlin nicht mehr in Ost und West getrennt vorstellen, dann wird sie mit einer gewissen Naturgewalt ihre Position ausbauen«.

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