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Scientology Bescheidene Bilanz

aus DER SPIEGEL 32/1996

Die Scientology-nahe Drogenhilfe Narconon zeigt sich erstmals bescheiden in ihrer Selbstdarstellung. Bislang hatten Narconon und Scientology mit Erfolgsquoten von rund 80 Prozent geworben. Jetzt gab die Narconon-Therapiestelle in Itzehoe auf Anfrage schleswig-holsteinischer Behörden zu, lediglich 20 Prozent ihrer Klienten würden rauschgiftfrei die Einrichtung verlassen und auch weiterhin ohne Drogen leben - in staatlich anerkannten Therapie-Einrichtungen ist der Erfolg oft höher. Drogenexperten halten jedoch auch die jüngsten Zahlen von Narconon für »schlicht erlogen«. Exakte Angaben über ihre Berechnungskriterien verweigere die Einrichtung seit Jahren ebenso wie nähere Informationen über die Arbeitsweise und Ausbildung ihrer selbsternannten Therapeuten. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt seit zwei Monaten, inwieweit Narconon-Mitarbeiter mit ihren »Reinigungsprogrammen« gegen das Heilpraktikergesetz verstoßen.

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