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Betrügerische Kalkulation?

aus DER SPIEGEL 44/1987

Norwegens regierende Sozialdemokraten sind in Verdacht geraten, sie hätten eine gigantische Fehlkalkulation der staatlichen Öl- und Erdgasförderungsgesellschaft Statoil verheimlicht, um bei den Kommunalwahlen im September keine Stimmen einzubüßen. Im April wußte das Management angeblich schon, daß der Bau einer neuen Großraffinerie in Mongstad um 60 Prozent teurer wird. Statoil soll die Baukosten zu niedrig veranschlagt haben, um die Zustimmung des Parlaments zu erhalten. Schon früher rechnete Statoil grob falsch. Die Erschließung des Nordsee-Ölbohrfeldes Ekofisk kostete das Doppelte, die Investitionen im Förderareal Frigg waren fünfmal höher. Sven Alsaker von der Christlichen Volkspartei: »Die Affäre zeigt, daß Statoil zu einem Staat im Staat geworden ist.«

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