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Björn Engholm,

aus DER SPIEGEL 32/1990

50, schleswig-holsteinischer Ministerpräsident, legte bei einem privaten DDR-Besuch den Grundstock für eine künftige Kunstsammlung. In einem Stralsunder HO-Laden für Molkereiprodukte hatte der Sozialdemokrat rar gewordene DDR-Eigenprodukte entdeckt, noch dazu aus vergangenen SED-Staat-Zeiten. Zwar fand Engholm nur leere Käseschachteln einer längst geschlossenen Rügener Käserei (Foto), doch der Sozialdemokrat wollte auf solche Erinnerungsstücke aus dem einst real existierenden Sozialismus nicht verzichten und packte ein: »In zehn Jahren mache ich eine Ausstellung über die Ästhetik der DDR-Alltagskultur«, versprach der kunstsinnige Politiker dem verdutzten Verkaufspersonal.

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