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ARD BR klotzte beim Papstbesuch

aus DER SPIEGEL 37/2006

Teuer wird der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Bayern auch für die Gebührenzahler außerhalb des Freistaats. Rund vier Millionen Euro wird sich der Bayerische Rundfunk (BR) die Live-Übertragung in Fernsehen und Radio kosten lassen. Doch mehr als zwei Millionen Euro holt sich der BR von den anderen ARD-Anstalten wieder herein. Eigentlich wollte der Sender nahezu die gesamten Kosten per Umlage finanzieren lassen. Schließlich handelten ihn die anderen Anstalten auf rund die Hälfte herunter. Mit diesem Geld ließ sich für die am vergangenen Samstag geplante Veranstaltung klotzen. Auf dem Messegelände in München-Riem etwa wurde eine sogenannte Cat-Cam installiert, die an zwei Drahtseilen quer über das ganze Feld lief - eine Strecke von 600 Metern. Die Seile wurden von 100-Tonnen-Kränen links und rechts gehalten. Im Einsatz waren außerdem etwa 1000 Mitarbeiter und 18 Ü-Wagen. Allein das »Produktionshandbuch zum Papstbesuch« hatte einen Umfang von 442 Seiten.

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