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Britischer Ärzte-Exodus

aus DER SPIEGEL 16/1975

Der staatliche britische Gesundheitsdienst National Health Service befürchtet, daß in Zukunft immer mehr englische Ärzte ins Ausland abwandern. Hochrechnungen für 1975 haben ergeben, daß sich in diesem Jahr fünfmal so viele britische Mediziner (über 5000) einer Qualifikationsprüfung zur Niederlassung als praktischer Arzt in den USA unterziehen werden als im vergangenen Jahr. 1974 bewarben sich 1019 englische Ärzte um einen US-Job. Ein großer Teil der Auswanderungswilligen stammt vom indischen Subkontinent. der bisher für England eines der größten Reservoirs für Nachwuchsmediziner war -- 40 Prozent der britischen Krankenhausärzte sind Ausländer, die meisten von ihnen Inder oder Pakistanis. Sie scheinen Großbritannien nun immer häufiger nur als Ausbildungsland zu betrachten und sich dann in die USA abzusetzen. Weitere bevorzugte Abwanderungsziele englischer Ärzte sind seit Jahren Südafrika, Australien und Kanada sowie -- seit kurzem -- auch der Nahe Osten.

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