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MODERNES LEBEN Britischer Sex-Talk

aus DER SPIEGEL 32/1990

Zunder für Moralisten verspricht eine Talk-Show, die von kommender Woche an über Großbritanniens Bildschirme flimmert: »Sex Talk«, Aufklärungs-Geplauder, zu später Stunde vom anspruchsvollen Fernsehsender Channel Four serviert. »Ganz offen« sollen dort jeweils acht Gäste zwischen 18 und 30 Jahren »über das reden, was den Leuten Spaß macht im Bett«. Dokumentarfilme zu Themen wie Prostitution, Fetischismus, Transvestitismus runden das erotische Betthupferl ab. Neben der Lust soll auch Aids ein Thema der Gute-Nacht-Sendung sein. Eleanor Stephens, Produzentin der Show und hauptberufliche Psychologin, will Sexualität »nicht als Problem, sondern als Thema« behandeln. Doch vielen Briten ist die Darstellung von Körperlichkeit im Fernsehen ein Graus, besonders wenn männliche Anschauungsobjekte nackt und frontal zu sehen sind. 39 Prozent der Befragten regen sich darüber aus moralischen Gründen auf.

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