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Hausmitteilung Brüssel, Iggy Pop und Josh Homme, SPIEGEL GESCHICHTE

aus DER SPIEGEL 13/2016
Kuntz, Becker in Brüssel

Kuntz, Becker in Brüssel

Foto: Benoit Chattaway / DER SPIEGEL

Madrid, »Charlie Hebdo«, Paris – immer wieder in den vergangenen Jahren führte die Spur des Terrors in die belgische Hauptstadt Brüssel. Nach den Anschlägen vom November 2015 begannen die SPIEGEL-Redakteure Barbara Supp und Peter Müller, sich mit Belgien zu beschäftigen. In den vergangenen Monaten trafen sie Politiker, Historiker und Soziologen; die Recherche führte sie nach Antwerpen und Namur, Tihange und Brüssel. Sie erlebten ein Land, das um seine Identität ringt und um seinen Platz in Europa. Die Anschläge vom Dienstag kamen für Supp und Müller, Brüsseler Korrespondent des SPIEGEL, nicht überraschend. »Spätestens seit die Paris-Ermittlungen nach Brüssel führten, fürchteten die Menschen, dass auch bei ihnen etwas passieren könnte«, sagt Müller. Nach der Verhaftung des Paris-Attentäters Salah Abdeslam am vorvergangenen Freitag bekamen die beiden Unterstützung von mehreren SPIEGEL-Redakteuren aus Hamburg und Berlin. Katrin Kuntz und Sven Becker landeten am Dienstagmorgen in Brüssel, unmittelbar nachdem die Bomben explodiert waren. zum Artikel 

Bei Fragen zu seinem Lebensfreund David Bowie, der kurz zuvor gestorben war, müsse man unbedingt vorsichtig sein, hieß es im Vorfeld des Gesprächs, das Philipp Oehmke, SPIEGEL-Korrespondent in New York, mit Iggy Pop führte. Bowie und Pop hatten in den Siebzigern zusammen in einer Wohnung in Berlin-Schöneberg gelebt. Zum Interview brachte Pop, mittlerweile 68 Jahre alt, Josh Homme mit, Chef von Bands wie Queens of the Stone Age und Eagles of Death Metal. Letztere hatten zwei Monate zuvor in Paris auf der Bühne gestanden, als Terroristen den Saal stürmten und um sich schossen. Das Gespräch war dann sehr emotional. Bis Iggy Pop plötzlich böse wurde. »Hören Sie auf zu graben«, fuhr er Oehmke an, als dieser Verwunderung darüber äußerte, dass die Freunde Pop und Bowie offenbar zum letzten Mal im Jahr 2002 miteinander gesprochen hatten. Auch Homme wurde irgendwann ungehalten. Er würde jetzt gern die Therapiesitzung beenden und über die Musik reden, die Pop und er zusammen aufgenommen hätten. zum Artikel 

Mesopotamien, das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, ist die Wiege der menschlichen Kultur. Hier entstanden viele Tausend Jahre vor Christus die ersten Stadtstaaten, hier wurden das Rad und die Keramik erfunden, die Metallverarbeitung und die Schrift. Überwältigende archäologische Spuren sind in den vergangenen zwei Jahrhunderten zutage gekommen, viel ist heute bekannt über die Lebensweise im bronzezeitlichen Sumer oder über das neubabylonische Reich von König Nebukadnezar, dessen Regime in der Bibel nachhallt. SPIEGEL GESCHICHTE »Aufbruch in die Zivilisation – Mesopotamien« erscheint am kommenden Dienstag.

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