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PRESSE Bund gegen »Bild«

aus DER SPIEGEL 25/1998

Sein Verlustgeschäft mit Boulevard-Zeitungen will der Verlag Gruner + Jahr (G + J) bis zum Jahr 2000 sanieren. Bislang fallen dort jährlich über fünf Millionen Mark Minus an. Hauptsorgenkind ist nach jahrelangem Auflagenrückgang die »Hamburger Morgenpost«. Nun soll das Blatt nach dem Plan von Zeitungsvorstand Bernd Kundrun mit den anderen Konzern-Kaufzeitungen »Dresdner Morgenpost«, »Chemnitzer Morgenpost« und »Berliner Kurier« eng kooperieren. Geplant sind zentrale Redaktionen, die einheitliche Texte produzieren. Der Politikteil soll in Berlin entstehen, der überregionale Sportteil in Hamburg. So seien Millionenkosten einzusparen. Mit der alten »Standalone«-Lösung habe der Verlag keine Chance gegen »Bild«, erklärt ein Manager. Die Alternative zur »Sanierung über Synergien« sei, den Betrieb in Hamburg »komplett dichtzumachen«. Zudem startet G + J mit dem Kölner »Express« sowie »Abendzeitung« und »tz« aus München eine gemeinsame Vermarktung bei Werbungtreibenden - mittelfristig mit speziellen Rabatten.

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