Bundestagswahl Plakate von AfD und Grünen am häufigsten zerstört

Deutschlandweit wurden in den vergangenen Monaten mehr als 3400 Wahlplakate gestohlen, zerstört oder beschädigt. Mit Abstand am häufigsten war AfD-Werbung das Ziel der Attacken.
Zerstörtes Grünen-Wahlplakat in Leipzig

Zerstörtes Grünen-Wahlplakat in Leipzig

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Im Kontext der Bundestagswahl hat die Polizei bundesweit mehr als 3400 Angriffe auf Wahlplakate registriert. Mit Abstand am häufigsten wurden laut vorläufigen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) Plakate der AfD entfernt, zerstört oder beschädigt.

Wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Martin Hess hervorgeht, wurden zwischen Jahresbeginn und dem Ende des vergangenen Monats im Zusammenhang mit der Bundestagswahl 1355 Straftaten erfasst, die sich gegen Plakate der AfD richteten.

In weiteren 637 Fällen waren die Grünen betroffen. 466 Angriffe richteten sich demnach gegen Wahlplakate von CDU oder CSU.

Wer für die Attacken verantwortlich ist

Plakate von SPD und Linken wurden etwas seltener Ziel von Angriffen (jeweils rund 225 Mal). 118 Attacken richteten sich gegen FDP-Plakate, zeigt die Statistik, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch Plakate von Parteien, die aktuell nicht im Bundestag vertreten sind, wurden entfernt oder zerstört.

Zu beachten ist allerdings: Die Zahl der Plakate, die im Wahlkampf aufgehängt oder aufgestellt wurden, ist von Partei zu Partei verschieden.

Gut die Hälfte der Angriffe auf AfD-Plakate konnte die Polizei den Angaben zufolge Menschen aus dem linken Spektrum zuordnen. Bei den Straftaten, die sich gegen Plakate von CDU und CSU richteten, ließ sich der Hintergrund nur in seltenen Fällen ermitteln – rechte und linke Angreifer hielten sich in etwa die Waage. Die von der Polizei erfassten Angriffe von Rechten auf Wahlplakate gingen demnach zulasten von Linkspartei und Grünen.

Bei der Wahl stürzte die Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet auf 24,1 Prozent ab, während die SPD mit 25,7 Prozent stärkste Kraft wurde. Auf Platz drei landeten die Grünen mit 14,8 Prozent, gefolgt von der FDP mit 11,5 Prozent. Dahinter landeten die AfD (10,3 Prozent) und die Linke (4,9 Prozent).

aar/dpa
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