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Politische Bildung CDU-Zirkel auf Staatskosten

aus DER SPIEGEL 4/1995

Die Bundeszentrale für politische Bildung - zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet - will mit Steuergeldern die Arbeit der parteinahen Stiftungen finanzieren. Bedacht wird zunächst die Union: Auf seine Anregung, schreibt der Präsident der Bundeszentrale, Günter Reichert, in einem internen Brief, lade die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Ende April zu einer Konferenz auf Schloß Eichholz bei Bonn ein. Das Treffen der CDU-Leute soll »den Grundfragen der politischen Bildungsarbeit aus der Sicht der Union« gewidmet sein. Teilnehmen, so Reichert, sollten ausschließlich unionsnahe Leiter und Mitarbeiter der Landeszentralen sowie Vertreter der Beiräte und Kuratorien. Die Bundeszentrale sei bereit, »auch den anderen politischen Richtungen ähnliche Veranstaltungen zu ermöglichen«, schreibt der Präsident. Die Kosten für die erste Runde werden »abgesehen von einer dezenten Eigenbeteiligung« von der KAS und der Bundeszentrale für politische Bildung getragen - also fast ausschließlich aus Steuergeldern.

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