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SPRINGER Chat mit Madonna

aus DER SPIEGEL 29/2001

Eine »dritte Welle« bei der Etablierung des Internet will der Axel Springer Verlag mit der Online-Ausgabe der »Bild«-Zeitung erreichen. Nach den Freaks und den Büroangestellten gehe es jetzt darum, so Springers neuer Online-Chef Peter Würtenberger, die Normalverbraucher ins Netz zu holen. Ein großes Potenzial seien neun Millionen Leser des Boulevardblatts, die noch nicht im Internet sind, sagt er, das im August startende neue bild.de sei »eine Art interaktiver TV-Sender«. Nach langen pannenreichen Vorarbeiten kommen nun, so der Plan, in einigen Monaten Bezahlangebote mit besonderen Inhalten. Die Kunden sollen gegen eine Monatsgebühr schnell informiert werden, günstig einkaufen und bei Ereignissen exklusiv dabei sein können. Nutzer zahlen für direkte Kontakte mit Stars, glauben Springers Manager - etwa für einen Chat mit Madonna. Zur Finanzierung sollen auch Anzeigenaufträge für eine Beilage von bild.de in »Bild« helfen. Das Blatt soll zudem als Nachrichtenagentur für bild.de auftreten, ein internes Papier legt fest: »Die journalistische Hoheit für die gelieferten Informationen liegt bei 'Bild'.« Und schließlich kann Chefredakteur Kai Diekmann als Aufsichtsrat der geplanten Bild.de/T-Online AG seinen Vorgänger Udo Röbel kontrollieren, der als Produktvorstand eingesetzt ist.

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