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Chinesische Waffen für die Golf-Gegner

aus DER SPIEGEL 33/1987

Die Volksrepublik China hat nun mit den Vereinigten Staaten, der Sowjet-Union und der Bundesrepublik Deutschland gleichgezogen: Sie beliefert beide Seiten im Golfkrieg mit Waffen. Im jordanischen Hafen Akaba werden derzeit beträchtliche Mengen an Panzern und Artillerie aus chinesischer Produktion gelöscht. Es sind vor allem weiterentwickelte sowjetische Modelle, die über Jordanien an den Irak geliefert werden. So verkauften die Chinesen den Irakern eine eigene Version des altertümlichen sowjetischen Düsenjägers vom Typ Mig-19, die als F-7 bezeichnet wird und nur etwa ein Drittel soviel kostet wie ähnliche Kampfflugzeuge aus anderer Produktion. Zum Waffennachschub aus dem Fernen Osten gehören auch Panzer des sowjetischen Typs T-55, die modernisiert und mit einer 125-mm-Kanone bestückt wurden. Gleichzeitig liefert Peking Geschütze und Raketenwerfer - eine Weiterentwicklung der im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Soldaten gefürchteten »Stalinorgeln« - sowie große Mengen Munition direkt an den Kriegsgegner Iran - freilich nur gegen Barzahlung in US-Dollar.

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