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Christian Blüm

aus DER SPIEGEL 21/1986

Christian Blüm, 21, Sohn des Bundesarbeitsministers, haut, wie sein Vater, kräftig auf die Pauke. Während Norbert Blüm dabei mit rhetorischen Mitteln auskommt, braucht der Sohn ein Schlagzeug, das im Keller des elterlichen Hauses aufgebaut ist. Nach einer Schnupperlehre als Schiffsjunge auf einem Hochseefrachter verdient Blüm jr. mit seiner Schlagfertigkeit bei verschiedenen Bonner Bands inzwischen gutes Geld. Zum Bedauern des Vaters glaubt er, daß eine steile Schlagzeuger-Karriere nun auch ohne Musikstudium nicht mehr zu bremsen ist. Norbert Blüm, der es auf dem zweiten Bildungsweg zu Dr.-phil.-Würden brachte, will von Druck nichts wissen: »Jeder muß halt seine eigenen Erfahrungen sammeln.«

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