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Chronik

7. bis 13. April
aus DER SPIEGEL 16/2007

SAMSTAG, 7. 4.

KOALITION Vizekanzler Franz Müntefering setzt auf neue Optionen: Erstmals bringt er eine Ampelkoalition nach der Wahl 2009 ins Gespräch.

SONNTAG, 8. 4.

AFGHANISTAN Sechs kanadische Nato-Soldaten kommen bei einem Anschlag in der Provinz Helmand ums Leben.

MONTAG, 9. 4.

IRAK Hunderttausende Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr protestieren gegen die Präsenz ausländischer Truppen.

GROSSBRITANNIEN In britischen Zeitungen erscheinen Erlebnisberichte der 15 Soldaten über ihre Gefangenschaft in Iran. Offiziere und Opposition sprechen von »würdeloser« Geschäftemacherei.

DIENSTAG, 10. 4.

URTEIL Im Streit um den WDR-Film »Nur eine einzige Tablette« hebt das Hamburger Oberlandesgericht vier frühere Urteile auf. Damit rückt die Ausstrahlung des Dramas über den Contergan-Skandal wieder näher.

PUMA-VERKAUF Die Sportartikelfirma Puma teilt mit, dass die Tchibo-Erben Günter und Daniela Herz ihre Beteiligung in Höhe von rund 25,14 Prozent an den Luxusgüterkonzern PPR verkauft haben. Das französische Unternehmen strebt die komplette Übernahme an.

MITTWOCH, 11. 4.

GESCHICHTSPOLITIK Bei der Trauerfeier für Hans Filbinger verteidigt Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger seinen 1978 zurückgetretenen Vorgänger. Durch Filbingers Urteile als Marinerichter in der Nazi-Zeit habe niemand sein Leben verloren. SPD- und Grünen-Politiker kritisieren Oettinger sogleich scharf.

CHRYSLER Der Verkauf der defizitären US-Sparte von DaimlerChrysler nimmt konkrete Formen an. Mehrere Finanzinvestoren zeigen Interesse an der Gesellschaft.

TERROR I Bei zwei fast gleichzeitigen Anschlägen in der algerischen Hauptstadt Algier sterben mehr als 30 Menschen, mehr als 220 werden verletzt. Die Attentate richten sich gegen den Regierungssitz und ein Polizeikommissariat beim Flughafen.

DONNERSTAG, 12. 4.

TERROR II Ein Autobomber zerstört eine wichtige Brücke in Bagdad, wenig später explodiert ein Sprengsatz im hochgesicherten Parlamentsgebäude.

FREITAG, 13. 4.

STASI Der frühere ARD-Journalist Hagen Boßdorf hat möglicherweise enger mit der DDR-Staatssicherheit zusammengearbeitet als bekannt. Neuaufgetauchte Akten liefern Hinweise, dass Boßdorf über Kommilitonen berichtete und Geld bekam.

FRANKREICH Der französische Inlandsgeheimdienst dementiert einen Magazinbericht, wonach er eine Umfrage unter 15 000 Wahlberechtigten zum Ausgang der Präsidentenwahl durchgeführt haben soll. Die Sozialistin Ségolène Royal würde demnach hoch verlieren. Klarer Favorit: Nicolas Sarkozy.

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