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USA CIA wirbt wieder Studenten an

aus DER SPIEGEL 22/1996

Der amerikanische Geheimdienst CIA hat Nachwuchssorgen. Nach dem Ende des Kalten Krieges ging der Bedarf an Jungspionen zunächst zurück. Die CIA schloß ihre Rekrutierungsbüros; die Hälfte der Agentenwerber wurde entlassen. Krisenherde wie auf dem Balkan und neue Aufgaben, zum Beispiel Wirtschaftsspionage, haben den Trend umgekehrt. Massiv werben die Geheimdienstler wieder an Universitäten, an denen sie jahrelang nicht geduldet waren. Studenten, die sich mit Problemen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus beschäftigen oder Sprachen wie Serbokroatisch beherrschen, werden von der Agency besonders umworben. Interessenten müssen nicht nur detailliert über ihren Lebenswandel Auskunft geben, auch ein Lügendetektortest wird ihnen abverlangt. Daß sich immer mehr Studenten für die CIA interessieren, hat einen einfachen Grund: Die Arbeitsmarktlage für Hochschulabsolventen hat sich in den USA drastisch verschlechtert. Dennoch sind die CIA-Werber nicht überall willkommen. An der University of Colorado ist den Geheimdienstlern der Zutritt verwehrt worden.

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