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Claire Marienfeld,

aus DER SPIEGEL 52/1999

59, Wehrbeauftragte des Bundestags, zeigte wenig Herz für Soldaten im Ausland, die nach Hause telefonieren wollen. Als beim Besuch des Bundespräsidenten bei den deutschen Sfor-Truppen in Bosnien-Herzegowina ein Feldwebel bat, der Präsident möge sich um billigere Telefongelegenheiten für die Soldaten bemühen, ging die Christdemokratin Marienfeld, die Rau begleitete, beherzt dazwischen. Sie verstehe ja, dass die junge Generation mit Handys aufgewachsen sei und deshalb kein Verhältnis mehr habe zum Briefeschreiben. Aber, mahnte sie den Soldaten, »versuchen Sie es mal mit dieser Form der Kommunikation. Sie werden sehen, das beschert Ihnen ganz neue Erlebnisse.« Beim Briefeschreiben, schwärmte die kostenbewusste Wehrbeauftragte wei- ter, »müssen Sie Ihre Gefühle überdenken, bevor Sie sie niederschreiben. Und das Schönste ist: Wenn Sie Briefe schreiben, bekommen Sie auch welche«.

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