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Computer schon museumsreif

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aus DER SPIEGEL 2/1985

In einem aufgelassenen Hafen-Lagerhaus der US-Stadt Boston - gegenüber jenem »Tea Party Ship Museum«, das an die Erhebung der 13 amerikanischen Kernstaaten gegen England erinnert - errichteten die Amerikaner nun dem jüngsten Zeugen ihrer nationalen Größe ein Museum: dem Computer. Seit 1979 hatte der Gründer der Computerfirma Digital Equipment, Kenneth H. Olsen, elektronische Rechenmaschinen gesammelt, die von Firmen und Universitäten ausgemustert wurden. Im letzten Monat wurde die Sammlung, ergänzt durch Exponate von 90 Computerherstellern aus aller Welt, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf zwei Stockwerken des Lagerhauses kann der Besucher den Werdegang der Datenverarbeitungsmaschinen von den mit Röhren bestückten Giganten der 40er Jahre bis hin zu den modernen Hochleistungs- und Heimcomputern verfolgen. Historische Film- und TV-Aufnahmen vermitteln einen Eindruck, welch Staunen etwa die erste Hochrechnung eines »Univac«-Computers bei den Präsidentschaftswahlen 1952 hervorrief. Auch das erste Computer-Spiel, »Star Wars« aus dem Jahre 1962, wird gezeigt.

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