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Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck,

aus DER SPIEGEL 48/1996

64, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, bekam vom Oberverwaltungsgericht schriftlich, daß auch Bauernschläue ihre Grenzen hat. Der Freiherr hatte der Stadt Münster für 9,6 Millionen Mark ein rund 13 Hektar großes Gelände verkauft und wohl ins- geheim gehofft, das Land bleibe ungenutzt. Als die Stadt die Fläche jedoch mit dem Bebauungsplan Nummer 399 als Wohngebiet auswies, klagte der Spitzenbauer: Die Wohnbebauung führe zu Konflikten, die Bewohner könnten sich vom angrenzenden landwirtschaftlichen Betrieb in ihrer Ruhe oder durch Gerüche gestört fühlen. Bei einem Quadratmeterpreis von 75 Mark, so das Gericht, habe dem Freiherrn klar sein müssen, daß die Stadt das Gelände nicht als Grünfläche nutzen wolle. Heereman verstoße gegen »Treu und Glauben«, wenn er vor Gericht angreife, was er selbst privatrechtlich möglich gemacht habe.

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