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FUSSBALL-BUNDESLIGA Cottbuser Intrigen

aus DER SPIEGEL 5/2002

Mit dubiosen Methoden hat die Vereinsspitze des FC Energie Cottbus versucht, im gegen sie laufenden Ermittlungsverfahren wegen Veruntreuung von Vereinsvermögen den Kronzeugen der Staatsanwaltschaft Cottbus anzuschwärzen. Drei Tage nachdem Fahnder sowohl die Geschäftsstelle des Fußball-Bundesligisten als auch die Privathäuser von Manager Klaus Stabach und Präsident Dieter Krein durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt hatten, schritt Ronny Krein, Sohn des Präsidenten und Anwalt des Managers, zur Tat. Er formulierte eine »eidesstattliche Versicherung«, in der Cottbus-Spieler Rudi Vata den Schweizer Spielervermittler Ludwig Kolin, dessen Aussagen die Ermittlungen ausgelöst hatten, illegaler Praktiken beim Beschaffen belastender Unterlagen bezichtigen sollte. Vata weigerte sich, das Papier zu unterzeichnen. Etwa sechs Wochen später, kurz vor Weihnachten, hob der Club den Vertrag mit dem albanischen Nationalspieler vorzeitig auf. Krein jr. dementiert einen Zusammenhang: »Eine rein sportliche Entscheidung.«

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