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Medienkonzerne Damenwahl international

aus DER SPIEGEL 32/1996

Um die Zukunft ihrer Imperien zu sichern, setzen die internationalen Medienmoguln auf den weiblichen Nachwuchs. Für den gebürtigen Australier Rupert Murdoch, der weltweit Zeitungen und Fernsehprogramme anbietet, arbeitet Tochter Elisabeth, 27, in London als General Manager des britischen TV-Konzernablegers BSkyB. Vorher hatte die Frau eines Investmentbankers, die mit ihrem Bruder Lachlan, 24, um Murdochs Erbe konkurriert, zwei Fernsehstationen in Kalifornien geleitet. Der Italiener Silvio Berlusconi, der mit drei Sendern das Privatfernsehen seines Landes beherrscht, holte in der vergangenen Woche seine Tochter Marina, 29, in den Führungsstab: Sie wurde Vizepräsidentin von Berlusconis Dachgesellschaft Fininvest. Die Ökonomin hat als Assistentin alle Abteilungen des Konzerns durchlaufen. Und schließlich bringt auch der amerikanische TV-Tycoon Sumner Redstone, dessen Konzern Viacom den Musikkanal MTV und das Filmstudio Paramount dirigiert, seine Tochter Shari, 42, in Stellung. Als Vizepräsidentin der Viacom-Kinokette bereitet sie sich auf den Sprung an die Spitze vor.

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