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Danziger Gold

aus DER SPIEGEL 36/1976

Eines der ältesten Kapitel des Zweiten Weltkrieges ist jetzt abgeschlossen worden. In aller Stille wurden in den vergangenen Wochen zwei Tonnen feinen Münzgoldes von Amerika und England nach Polen verschifft. Das Gold (jetziger Wert: rund 25 Millionen Mark) hatte einst der Freien Stadt Danzig gehört, die Hitler 1939 dem Deutschen Reich einverleibte. Seit Kriegsende lagerte das Edelmetall in den Tresoren der Bank von England und der New Yorker Zentralbank. Seither auch hatte Polen bei den drei West-Alliierten seinen Anspruch auf den Schatz des heutigen Gdansk geltend gemacht. In Warschau wird die Rückgabe des Danziger Goldes als Beweis für die verbesserten Beziehungen Polens zum Westen gewertet -- und als weitere Bestätigung seines Staatsgebiets.

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