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SONNTAG Das Ende eines Sommers

20.15 - 21.45 Uhr ZDF
aus DER SPIEGEL 5/1995

Die Rosamunde-Pilcher-Filme, heute einer vom bösen Erbschleicher (Diego Wallraff) und der schönen Schottin (Iris Junik), brachten den Mainzern mit acht bis zehn Millionen Zuschauern einen Quotenerfolg. Da ist das Volk (siehe Dienstag). *VORSPANN: 20.15 - 22.30 Uhr Premiere *ÜBERSCHRIFT: Stalingrad

Der Aufwand für diesen 20 Millionen Mark teuren Film von Joseph Vilsmaier (Deutschland 1992) war gewaltig: 23 Panzer, 9000 Originaluniformen und -waffen sowie »die größte existierende Schneemaschine« (Presseheft) wurden eingesetzt, drei Tonnen Sprengstoff und 100 000 Schuß Munition verbraucht, 12 000 Statisten und fünf Dutzend Stuntleute wirkten mit. Selbst die Unterwäsche, die die Schauspieler (Dominique Horwitz, Sebastian Rudolph, Jochen Nickel, Martin Benrath) trugen, war original. Dennoch fiel das Werk bei vielen Kritikern durch. Die Zeit: »Den geduldigen Blick auf das Elend von Stalingrad, der allein diesen Film rechtfertigen könnte, opfert Vilsmaier für eine Handvoll Knaller mehr . . . Keine der fünf, sechs Hauptfiguren, um die sich ,Stalingrad' zusammenzieht, wird wirklich zur Person, jede ist nur die abstrakte Ergänzung der anderen, ein Bube im Kartenspiel, ein Läufer auf dem Brett der Schlacht.« *VORSPANN: 22.45 - 1.00 Uhr Nord III *ÜBERSCHRIFT: Gier

Erich von Stroheims 1924 an Originalschauplätzen gedrehter Stummfilm gilt als Meilenstein der Kinogeschichte. Der exzentrische, detailversessene Regisseur füllte 42 Filmspulen, was einer Spieldauer von mehr als sieben Stunden entspräche. Der Produzent jedoch ließ das Mammutwerk zusammenschneiden, und so blieb es in einer 132-Minuten-Fassung erhalten.

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