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Das geplante Inferno

Horst Eberhard Richter über die Ursachen des 3. Weltkrieges und das Ende der Menschheit (II) Richters fiktive Geschichte aus der Zukunft ist der Bericht eines Außerirdischen. Nach der nuklearen Katastrophe rekonstruieren Forscher von einem anderen Stern anhand aufgefundener Dokumente die Schlußphase menschlicher Geschichte. Sie kommen dahinter, daß die Erdvölker einem Komplott internationaler Geheimdienste, dem Club HERMES zum Opfer fielen. Alle Rechte bei Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg.
aus DER SPIEGEL 40/1981

Es war ein schauriges Werk, das zu vollbringen die HERMES-Leute sich anschickten. Aber es war notwendig und sinnvoll. Diese hochentwickelte Menschheit der nördlichen Halbkugel hätte es nicht verdient gehabt, in einem sich langsam ausbreitenden Chaos, in Armut und an einer schleichenden Vergiftung zugrunde zu gehen.

Und man spürte, daß sich in den Völkermassen ja auch schon die Ahnung ihrer Unheilbarkeit ausbreitete. Die Sehnsucht nach einem Gnadentod war unterschwellig vorhanden. Ein großer hellsichtiger Psychologe hatte sogar bereits eine Lehre vom »Todestrieb« verkündet.

Bedeutende Künstler aus der Gruppe des sogenannten Expressionismus hatten schon teils vor dem, teils im Ersten Weltkrieg Visionen eines kollektiven Untergangs gemalt, die der späteren Realität ziemlich nahegekommen sein dürften.

( Abbildung: Kubins Federzeichnung »Der ) ( Krieg« (1902); (c) Spangenberg Verlag. )

Solche und andere Zeugnisse deuteten die Chefspione aus Ost und West, die sich im Club HERMES zusammengeschlossen hatten, als untrügliche Anzeichen für latente kollektive Selbstzerstörungstendenzen.

Die Clubmitglieder hätten sich selbst verachten müssen, hätten sie länger gezögert, die erlösende Euthanasie-Aktion vorzubereiten. Und schließlich exekutierte man ja nicht selbst, man gab den Völkern die Chance, ihr Sterben in eine eigene, letzte große Tat zu verwandeln.

Einig war man sich darüber, daß die Militärs beider Seiten ohne Schwierigkeiten dazu zu gewinnen sein würden, eine atomare Hochrüstung bis zu dem notwendigen Grad von »Übertötungs-Kapazitäten« zu unterstützen. Allen militärischen Führern wohnt der Drang inne, über die stärksten und modernsten Waffensysteme zu verfügen.

Dabei konnte man auch leicht sowohl im Westen wie im Osten Rivalitäten zwischen den verschiedenen Waffengattungen ausnutzen. Alle militärischen Stäbe würden aber zweifellos wie Pech und Schwefel zusammenhalten, wenn es hieß, sich eine große Scheibe aus dem Kuchen des Gesamtetats herauszuschneiden und die konkurrierenden Ansprüche der Zivilisten zurückzudrängen.

Auch auf die Mitwirkung der Wissenschaft würde man sich im großen und ganzen verlassen können. Es kam nur darauf an, genügend Top-Nachwuchs in die waffentechnologische Forschung zu leiten. Der Ehrgeiz, fortwährend waffentechnische Neuerungen zu entwickeln und auszuprobieren, würde sich automatisch durchsetzen.

Man ließ eine Studie anfertigen, die ergab, daß zwischen der Sensibilität der Forscher und ihrem Erfindergenie ein enger Zusammenhang bestand. Wenn man also wissen wollte, wie man noch brisantere Sprengköpfe, noch raffiniertere Raketen, wie man vielleicht demnächst auch großartige Strahlenwaffen konstruieren könnte, mußte man sogar bevorzugt auf die zarten, empfindsamen »Eierköpfe« zurückgreifen.

Im übrigen hatte die Studie ermittelt, daß die den Erfindungen gelegentlich nachfolgenden pazifistischen Reue-Appelle der Forscher niemals nennenwerten Schaden angerichtet hatten. Jedenfalls war durch solche missionarischen Aktivitäten die rüstungstechnische Auswertung der betreffenden Erfindungen niemals gestört oder gar verhindert worden.

Um die Wirtschaft der Ostländer für das Projekt zu mobilisieren, würde es genügen, die Führung der Staatspartei entsprechend zu motivieren. Das würde unter Hinweis auf das Leninsche Dogma vom Vorrang der Schwerindustrie leicht gelingen. Während man in Moskau nur die entsprechenden bürokratischen Entscheidungen abzusichern hatte, hatte man im Westen die private Rüstungsindustrie zum Mitspielen zu bewegen. Hier konnte man der Unterstützung durch das Profitmotiv der Konzerne gewiß sein.

Die Rüstungsindustrie spielte innerhalb der westlichen Wirtschaftsordnungen eine Hauptrolle. Der Wachstumsdruck müßte als stetiger Impuls zur Aufrechterhaltung der notwendigen Rüstungsproduktion ausreichen.

Alle Überlegungen führten zu dem Ergebnis, daß die bedeutendsten Anstrengungen für die psychische Aufrüstung der Industrievölker geleistet werden müßten. Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu vernichten, müßte zu einem alles andere überragenden Motiv in den Köpfen der Massen verankert werden.

Dabei hatte man zu bedenken, daß die ahnungslosen Völker der sogenannten Dritten Welt in das Vernichtungsprogramm einbezogen werden mußten. Denn in diesen Ländern wirkten Millionen von westlichen und östlichen Militärs, Wirtschaftlern, Technikern und Lehrern, die unter dem Vorwand von Hilfe und Beratung Kontrolle und Ausbeutung betrieben.

Diese Außenposten der Industrie-Zivilisation aus der Aktion auszuschließen, hätte das ganze Unternehmen um seinen Sinn gebracht. So erschien es gewissermaßen als das kleinere Übel, die armen Eingeborenenvölker der Südhalbkugel mit auszurotten.

Das eigentliche Problem der psychischen Aufrüstung bestand allein darin, eine kriegsbereite Stimmung in der Bevölkerung der Industrieregion selbst zu erzeugen und stabil zu halten. Und zwar war ein Gleichgewicht in den Aggressionspotentialen zwischen Ost und West herzustellen, die aufeinander polar auszurichten waren.

Alle Gegenströmungen wie Gefühle von Brüderlichkeit, Versöhnungswünsche, moralisch oder religiös begründete Forderungen nach Gewaltfreiheit mußten entweder ganz verhindert, in frühen Stadien erstickt, in engen Grenzen gehalten oder -- notfalls -- auf irgendwelche Ersatzziele umgelenkt werden.

Selbstverständlich hatten die Geheimdienste beider Seiten längst Mitarbeiter in Schlüsselstellungen eingeschleust, die für die Rüstungsdynamik wichtig waren. Wo es nicht gelang, eigene Leute unterzubringen, versuchte man, einflußreiche Militärs, Wirtschaftler, S.214 Politiker, Forschungsstellen-Leiter, Publizisten gezielt zu beeinflussen und auf die Linie des Programms einzustimmen.

Die Mitglieder des Clubs und ihre assoziierten Helfer haben sich, wie wir aus den Notizen des Top-Agenten »SC« wissen, als Katalysatoren gefühlt. Sie stießen überall nur Prozesse an, die sich oft lawinenartig ausbreiteten und eine erstaunliche Dynamik entfalteten.

Ein wichtiger Fall war die Beeinflussung von führenden Staatsmännern. Aber es bereitete in der Regel wenig Schwierigkeiten, sie zu manipulieren. Staatsmänner waren nur nach außen souveräne Führergestalten. In Wirklichkeit waren es zumeist erschöpfte, kränkliche Figuren, gebeutelt durch eine Vielzahl auf sie einwirkender Entscheidungszwänge, denen keiner von ihnen noch gewachsen war.

Sie mußten sich -- zur Einschüchterung von Rivalen und Opponenten und zur Beschwichtigung der Massen -- zu scheinbar potenten Supermännern aufblähen, während sie halbblind durch das Dickicht der Probleme taumelten, durch das sie ein Heer von untereinander konkurrierenden Beratern und Pressure-Groups teils zerrte, teils stieß.

Ehe diese großen Bosse auch nur ungefähr begriffen hatten, worum es ging, hatten sie schon öffentlich erklärt, was ihre Ghostwriter getextet hatten, und unterschrieben, was hinter ihrem Rücken unter Ressortchefs, penetranten Lobbyisten und ihrem Beraterstab ausgehandelt worden war.

Alle benötigten schließlich sogar Spezialberater, die ihrem Gedächtnis auf die Sprünge halfen, damit sie bei Interviews, Debatten oder Verhandlungen wenigstens eine Ahnung davon bekunden konnten, welche Linie sie bisher verfolgt hatten. Sie mußten dann nur erklären, daß diese Linie ein ständiger Fortschritt gewesen sei und daß sie fest entschlossen seien, in dieser Richtung weiterzumachen, um neue herrliche Fortschritte zu erzielen.

Je mehr die verantwortlichen Spitzenpolitiker aber in Gefahr gerieten, als völlig inkompetente Marionetten entlarvt zu werden, desto mehr mußten sie zu einem Trick Zuflucht nehmen, um ihr bedrohtes Image zu schützen. Sie mußten sich jeweils eine einzige, im Vordergrund des Masseninteresses stehende Frage heraussuchen, diese genauer studieren und dann laufend als das Zentralthema der Politik schlechthin herausstellen.

Das hieß natürlich, sich um das Verständnis aller anderen politischen Materien überhaupt nicht mehr ernstlich zu bemühen und sich ganz und gar darauf zu verlassen, darin kompetent beraten oder -- genauer gesagt -- gelenkt zu werden. Dieser Bluff klappte in der Regel ganz gut.

Denn auch die Volksmassen waren zumeist froh, wenn sie gar nicht mehr durch die tatsächliche Problemfülle der Politik verwirrt wurden, sondern wenn man ihnen sagte: Eigentlich kommt es nur auf eines an; das ist der gefährlichste und der wichtigste Punkt; wenn man dieses Problem löst, gibt es Freiheit, Gerechtigkeit, Wohlstand, Gesundheit für alle.

Tendierte ein Staatsführer zu Einschätzungen, die der strategischen Linie des Clubs nahekamen, war es selbstverständlich opportun, ihn auf die Zentralfrage der Aufrüstung zu lenken. Man hatte ihm also einzureden, daß er sich vor allem anderen als allwissender und praktisch unfehlbarer Sicherheitspolitiker ausgeben sollte.

Und dann hatte man ihn dahin zu führen, daß er eine stürmische atomare Rüstung als die beste, ja als die einzige Sicherheitsgarantie verkündete. Die Aufstellung immer neuer Atomraketen auf dem eigenen Territorium -- Zielscheibe für einen vernichtenden Gegenschlag -- hatte er als ein absolut beschützendes Abschreckungsmittel zu propagieren und natürlich auch praktisch zu veranlassen.

War dieser führende Mann indessen von seiner Natur her dem Militarismus eher abhold, war ihm tunlichst einzureden, daß er jedes andere Thema, nur nicht die Rüstungspolitik als einen Schwerpunkt auswählen und herausstellen sollte. Man lenkte ihn etwa auf das Energieproblem, die Sicherung der Arbeitsplätze oder dergleichen.

Man half ihm durch eine flankierende publizistische Kampagne, die echte Energieverknappung oder die Arbeitslosigkeit so zu dramatisieren, daß es für die Bevölkerung unmöglich schien, auf ihn als Retter in der Not zu verzichten. Indem man ihn und die Massen vom Thema Rüstung ablenkte, konnte der Club im dunkeln schalten und walten, um den militärisch-industriellen Komplex auf Touren zu halten.

So gelang es beispielsweise in einer Phase, welche die internationale Öffentlichkeit als »Entspannung« erlebte, in aller Stille die Rüstung auf ein wesentlich höheres Tempo als in der vorherigen Periode des sogenannten Kalten Krieges hochzukurbeln. Irgendwann später konnte man die Massen dann wieder durch schlagartige Enthüllung der inzwischen bereitgestellten »Übertötungskapazität« hinreichend erschrecken, um sie nun erneut durch die Angst zur Befürwortung »erhöhter Verteidigungsbereitschaft« (sprich: weitere Rüstungssteigerung) zu motivieren.

Aber mochten die Staatsführer auch ziemlich ahnungslos und zumeist kränklich und erschöpft sein, so hatte doch jeder von ihnen festgeprägte Charaktermerkmale, die man einkalkulieren mußte. Und im Auftrage des Clubs war eine kleine Spezialkommission gelernter Psychologen kontinuierlich damit beschäftigt, die Persönlichkeitsprofile der höchsten Verantwortungsträger zu analysieren.

Diese Psycho-Kommission gelangte dazu, drei Typen aufzustellen, wohl wissend, daß kein Staatsmann einen solchen Typ in reiner Form, sondern nur annähernd repräsentierte. Die Kommission unterschied: den Idealisten, den Technokraten und den Schauspieler.

In der Brust des Idealisten brannte der Drang, Gutes zu tun. Er wollte nicht nur verwalten, Konflikte ausgleichen und die »Firma Gesellschaft« in relativ reibungslosem Betrieb halten. Sondern er träumte von großen Taten zum Wohle seines Volkes, zum Wohle der östlichen oder der westlichen Völkergemeinschaft oder zum Wohle der Menschheit schlechthin.

Natürlich wich seine Phantasie, wo dieses Wohl liege, häufig erheblich davon ab, was sich die Menschen selbst ursprünglich darunter vorstellten, die er beglücken wollte. So war es einem amerikanischen Präsidenten ungeheuer wichtig, zum Mond zu fliegen. Und tatsächlich vermochte er viele mitzureißen und das Ziel seines pubertären Ehrgeizes als Erfüllung eines der wichtigsten Menschheitsträume zu vermitteln. Immerhin fielen bei diesem Projekt nebenbei bemerkenswerte technische Erkenntnisse ab, die man für die Produktion von Nuklearraketen nutzen konnte.

Neben solchen jungenhaft romantischen Idealisten gab es andere, die eher von moralischem Eifer durchdrungen waren. Sie spähten nach Übeln aus, von denen sie das eigene und nach Möglichkeit alle anderen Völker reinigen S.216 wollten. So gab es einen anderen amerikanischen Präsidenten, der geradezu passioniert darauf lauerte, irgendwo in der Welt neues Unrecht als Anlaß zur Anprangerung und zur Planung von Strafaktionen ausfindig zu machen.

Solche moralischen Tendenzen waren aus der Perspektive des Clubs gesehen nicht ungefährlich. Die Möglichkeit war nicht von der Hand zu weisen, daß ein solcher Saubermann sich zu einem fanatischen Pazifisten und Abrüstungsapostel hätte entwickeln können.

Um so wichtiger war es, das Blickfeld des Betreffenden auf die Ost-West-Beziehungen einzuengen. Im Falle des als Beispiel genannten amerikanischen Präsidenten boten die Sowjets im rechten Augenblick einen gewichtigen Anlaß, alle heilige Wut des betreffenden Staatsmannes auf sich zu ziehen.

Indem sie das Nachbarland Afghanistan überfielen, um dort ihre bedrohte Machtstellung zu festigen, war die alte Frontstellung wieder gesichert, und zugleich forderte die militärische Stärke der räuberischen Sowjets den Präsidenten dazu auf, der eigenen Atomrüstung wieder einen kräftigen Schub zu verordnen. Denn wie sonst hätte man diesen Verbrechern glaubhaft mit Strafe drohen können.

Sehr viel trockener als der Idealist stellte sich der Typ des Technokraten dar. Verächtlich bespöttelte er seine idealistischen Kollegen als Utopisten, Träumer oder verhinderte Missionare. Seine Welt, die er für die Wirklichkeit schlechthin hielt, war die berechenbare Seite der gesellschaftlichen Prozesse.

Also mußte man den noch nicht berechneten Teil der Probleme auch noch berechenbar machen. Dann würde man die Gesellschaft endgültig wie eine Maschine kontrollieren und steuern können.

Dementsprechend verkürzte sich das gesamte Problem der Militär- beziehungsweise Friedenspolitik für den Technokraten zu der Rechenaufgabe, die Waffenarsenale beider Seiten genau auszuzählen und ein perfektes rechnerisches Gleichgewicht herzustellen.

Da der Technokrat nur in diesen technischen Kategorien zu denken vermochte, mußte um jeden Preis eine mechanische Symmetrie hergestellt werden. Wäre auf der einen Seite ein mechanischer Überdruck in Form waffentechnischer Überlegenheit vorhanden, müßte diese Seite automatisch in das relative Vakuum der anderen Seite eindringen.

Der Technokrat konnte nicht zur Kenntnis nehmen, daß die historische Wirklichkeit ihn widerlegte. Immer wieder hatte es wechselnde Überlegenheiten in der Atomrüstung (nach langer Zeit einer Übermacht der Amerikaner) gegeben, ohne daß dieser automatische Druckausgleich erfolgt war. Andere Antriebsquellen außer den sogenannten materiellen Sachzwängen konnte ein Technokrat indessen kaum wahrnehmen.

Ein Beispiel für diesen Typ lieferte ein deutscher Staatsmann, den nichts mehr ärgerte, als wenn man ihm vorhielt, daß Politik auch etwas mit Sinn und Geist zu tun habe. Politik sei nüchterne Konfliktregelung, sagte er einmal. Philosophieren über harmonische Welten gehöre da nicht hinein. Für geistige Orientierung sei der Staat nicht zuständig.

Natürlich waren Technokraten nicht dazu zu gebrauchen, die psychische Spannung zwischen Ost und West weiter aufzuladen. Ihre Nüchternheit machte es ihnen überhaupt unmöglich, sich in eine Szenerie einzufühlen, die zwischen einem Block der Edelsinnigen und einem Block der Bösartigen differenzierte.

Eine Zeitlang fielen Technokraten ohne weiteres auf die lancierte Hypothese herein, die Hochrüstung sei deshalb nicht so schlimm, weil der Wettlauf bestimmt automatisch sein Ende finden würde, wenn keine Seite mehr die Nase vorn hätte. Man würde dann zweifellos zu beiderseitigem Nutzen das erreichte Patt unverzüglich festschreiben.

Da dies nur allzu logisch erschien und Funktionalisten nur diese Art mathematischer Logik als Motivation gelten ließen, mußte es sie mit Entsetzen erfüllen, als diese Rechnung schließlich doch nicht aufging, indem sich die parallelen Rüstungen sogar noch beschleunigten, je höher sich die Bombenarsenale türmten.

Da verstanden auch die hartgesottenen Technokraten die Welt nicht mehr, vielmehr erlitten sie schwere psychosomatische Krisen. Diese Zusammenbrüche bedeuteten allerdings auch meist den Schlußpunkt ihrer Politiker-Karriere.

Dagegen erlebte der Schauspieler-Typ gerade in der Endphase seine politische Hochkonjunktur. Der Schauspieler war besser als alle anderen in der Lage, selbst dann noch Zuversicht zu mimen und den Massen zu suggerieren, als die anderen Typen an dem Mißverhältnis zwischen ihren Konzepten und der Wirklichkeit verzagten. Dem eigentlichen Schauspieler blieb dieses Problem erspart, weil er gar kein eigenes Konzept hatte. S.217

Als die Massen am Abgrund der Katastrophe zu märchengläubigen Kindern regredierten, die aus Angst einen wundertätigen Drachentöter herbeisehnten, da entwarf er eben dieses Bild von sich. Wiederum war es ein amerikanischer Präsident, der sich diesmal als Repräsentant dieses Typs mit seinem Publikum arrangierte.

Er ließ sich überzeugen, daß er das klassische High-Noon-Motiv nachspielen müßte, um die Massen für die Schlußrunde vor dem Inferno bei der Stange zu halten. Hier er selbst und Amerika als Sheriff, von feigen und kleinmütigen Bundesgenossen nur halbherzig unterstützt oder sogar im Stich gelassen. Dort die anrückende bedrohliche Verbrecherbande -- die Sowjets anstelle der drei üblen Filmgangster.

Noch einmal konnte sich das Volk in nostalgischer Wildwest-Pose groß und herrlich fühlen. Es war die von dem Starschauspieler möglich gemachte nostalgische Illusion, aus der man nicht mehr aufwachen wollte. Ein Wunsch, der in makabrer Weise in Erfüllung gehen sollte.

Gelegentlich passierte das Mißgeschick, daß in dem einen oder anderen Land Führungspositionen mit völlig unmöglichen Leuten besetzt wurden, mit denen zu kooperieren für den Club zu einer reinen Qual wurde. Immerhin konnte man hoffen, den ungeeigneten Staatsmann bei der nächsten Wahl durch eine passendere Figur ersetzen zu können.

Im übrigen brachte die Psycho-Kommission dem Club bei, daß manche eigenartigen Stellenbesetzungen mit unvermeidlichen Stimmungsschwankungen innerhalb der Völker zusammenhingen: Man mußte hin und wieder einen wunderlichen Regierungschef einfach deshalb hinnehmen, weil sich das betreffende Volk seinerseits in einer kritischen Verfassung befand und sich deshalb einen führenden Repräsentanten ausgesucht hatte, der als eine Art Symptom die Verwirrung des Volkes ausdrückte.

Die Amerikaner zum Beispiel hatten sich in den kolonialistischen Vietnam-Krieg verwickelt. Dort verübten sie Massaker wie jenes von My Lai und wüteten mit Napalm. Das Weltgewissen, mit dem sie sich auf ewig identifiziert geglaubt hatten, klagte sie der imperialistischen Aggression an. Der verheerenden moralischen Niederlage folgte die militärische. Aber das Maß wurde erst voll durch den Watergate-Skandal: Der eigene Präsident, Symbolfigur der freien, guten Welt, ließ sich des zynischen Machtmißbrauchs und der Lügnerei überführen.

Gekränkt und mit Scham beladen stand die Nation da. In dieser Krisenlage durfte niemand anderes als ein moralistischer Idealist Präsident werden. Er sollte das peinlich befleckte Image der Nation reinwaschen und aller Welt wieder das alte, edle Amerika vorführen. Da spielte es keine Rolle, daß dieser Mann unsicher, zaghaft und schwankend in seinen Entschlüssen war.

Die Hauptsache war, daß ihm die Moral über alles ging und daß er als ihr Prediger so lange kontrollierend und mahnend durch die Lande zog, bis das nationale Schamgefühl getilgt und das Image wieder einigermaßen entfleckt war. Aber mit dem endlich erreichten Bewußtsein, daß es mit dem Reinwaschen nun ein Ende haben könnte, verband sich prompt Überdruß an demjenigen, dessen Rolle man nun nicht mehr brauchte.

Der Schock war teils überwunden, teils verdrängt, und die Sowjets hatten mit ihrer Afghanistan-Aggression ihr Teil dazu beigetragen. Also war es an der Zeit, der Welt wieder selbstsicher die Zähne zu zeigen. Der Prediger hatte ausgedient. Ein Sheriff mußte her, um zu demonstrieren, daß Amerika die Position zurückforderte, Ordnung und Recht in der Welt zu bestimmen und durchzusetzen.

Es erscheint mir nun an der Zeit, die psychische Aufrüstung bis in die Basis hinein zu verfolgen. Wie hat der Club HERMES versucht, das Denken der Massen an den strategischen Plan anzupassen? Und welche Wirkungen sind dadurch erzielt worden?

Die Aufgabe war jedenfalls klar. Die Völkermassen in Ost und West waren dazu zu bewegen, eine Jahrzehnte währende atomare Aufrüstung zu fordern, zumindest zu tolerieren. Tolerieren hieß aber nicht nur, einer Entwicklung geduldig zuzuschauen. Vielmehr mußten die Völker ungeheure Opfer auf sich nehmen, um das Geld für die Entwicklung und die Produktion der gewaltigen Arsenale aufzubringen.

Obendrein war den Menschen schwerlich zu verheimlichen, daß es im Fall des Einsatzes der neuen Wunderwaffen für sie selbst kein Entrinnen, keine sicheren Luftschutzkeller oder Bunker geben würde. Die Massentötungen würden unweigerlich auch die Frauen und Kinder in den Wohnungen, die Schüler in den Schulen und die Kranken in den Kliniken treffen. Außer den Massen, die unmittelbar durch die gewaltigen Explosionen zerfetzt werden würden, würden Millionen geblendet werden, an verbrannten Schleimhäuten zugrunde gehen oder allmählich den radioaktiven Spätschäden auf qualvolle Weise erliegen.

Völker, deren Vorfahren über Generationen hinweg gespart und geschuftet hatten, um ihrem Gott Kirchen zu bauen, in denen sie seinen Schutz und seine Gnade erflehen wollten, sollten sich nunmehr mit dem gleichen Eifer dafür engagieren, ihr gesamtes Geschlecht, alle Werke, die sie je geschaffen hatten sowie alles Lebendige auf der Erde überhaupt auszutilgen.

Wenn man nicht auf die Unterstützung jener bereits erörterten kollektiven Todessehnsucht hätte rechnen können, wäre die Aufgabe, den Massen eine derart groteske Motivation einzupflanzen, von vornherein unlösbar erschienen.

Gewiß hätte sich der Club die Lösung dieses Problems nie zugetraut, wenn nicht die sozialpsychologischen Beobachtungen aus den beiden vorhergegangenen Weltkriegen und den jeweiligen unmittelbaren Nachkriegsphasen ermutigende Anhaltspunkte geliefert hätten. Man konnte auf folgenden Erkenntnissen aufbauen:

Selbst die unmittelbare Erfahrung von Kriegsgreueln bewirkte keine längerfristige Abschreckung, im Gegenteil: Ein Großteil der Kriegsveteranen verklärte bald diese Erinnerungen. Weit verbreitete Kriegsbücher dienten dazu, diese Zurückversetzung in die »heroische« Vergangenheit zu fördern. Kriegsteilnehmer hatten späterhin sogar weniger Bedenken gegen eine nukleare Aufrüstung als die Nachfolgegeneration.

Große Teile der Bevölkerung waren ohnehin bereit, alles mitzumachen, was ihnen von oben befohlen wurde und was im Umfeld die Mehrheit mittat. Wenn Gewalt nicht mehr verboten, sondern umgekehrt verlangt wurde im Rahmen von staatlichem Recht und staatlicher Ordnung, dann folgten Millionen kritiklos einer »Pflicht«, die gestern noch als Verbrechen gegolten hatte.

Zudem waren die Völker in jener Phase offensichtlich psychisch schon so weit abgestumpft, daß sie mit starker Angst nur noch auf etwas reagierten, S.218 das man ihnen als Gefahr aktuell und anschaulich vorführte. Hiroschima war nach kurzer Zeit nur noch ein Begriff in ihren Köpfen, der ihre Herzen nicht mehr anrührte.

Man würde die Photos, Filme und Zeugenschilderungen der damaligen Katastrophe allmählich in den Archiven untertauchen lassen, und dann dürfte die Einbildungskraft kaum mehr angeregt werden, wenn es von neuen Bomben heißen würde, in ihnen stecke ein hundertfaches oder ein tausendfaches Hiroschima. Und niemand würde ja diese Sprengköpfe je zu Gesicht bekommen.

Dafür würden alle laufend um sich Verkehrsunfälle beobachten. Da und dort würden die Zeitgenossen am Infarkt oder am Krebs sterben. Mit diesen aktuellen Bedrohungen würde man der Angstbereitschaft der Massen hinreichend Material zur Absorbierung ihrer Phantasien bieten können.

Für uns Heutige erscheint es tragikomisch, wie wenig diese an sich hochintelligenten Völker fähig waren, sich mit der Angst nach dem objektiven Grad einer Gefahr anstatt nach so vordergründigen Merkmalen wie der Präsenz augenfälliger Beweise der Bedrohung zu richten.

Als sich nun die verschiedenen mit der »psychischen Aufrüstung« befaßten Spezialgruppen ans Werk machten, vermochten sie in mannigfacher Weise von den erwähnten Befunden zu profitieren. Insbesondere der Umstand, daß die Menschen nur auf Begriffe reagierten, die sie unmittelbar mit konkreten und plastischen Vorstellungen verbinden konnten, ließ sich vortrefflich ausnützen.

Sprachspezialisten wurden auf die Frage angesetzt, wie man vor allem die Begriffe »Frieden«, »Krieg« und »Sicherheit« in den Köpfen der Massen so vernebeln könnte, daß sie am Ende zu bloßen Leerformeln würden. So durfte am Ende niemand mehr genau wissen, was Frieden eigentlich sei, warum man dafür und nicht dagegen sein müßte.

Wo es ging, galt es sogar zu versuchen, die Begriffe mit falschem Sinn zu füllen. Also zum Beispiel »Frieden« mit friedlicher Hinnahme der Atomrüstung zu verbinden und »Sicherheit« mit der Anhäufung eines überlegenen Waffenpotentials gleichzusetzen und so weiter.

Die Sprachspezialisten wußten zu berichten, daß in den Industrieländern bereits spontane Tendenzen vorhanden waren, den Begriff »Frieden« zu verwässern. Man würde also diese Bewegung nur unterstützen und ergänzen müssen, um die Köpfe vollends zu verwirren.

Überall pflanzte man »Friedens-Palmen« und »Friedens-Eichen«. Man organisierte »Friedens-Fahrten« für Radrennfahrer, »Friedens-Flüge«, »Friedens-Konzerte«.

Ein glänzender Einfall aller Parteien war es, daß sie sich unisono als »Friedens-Parteien« deklarierten. Damit schien Frieden zu allem und jedem zu passen. Zu den Nationalisten, den Rassisten, den Radikalen, den Liberalen. Der Grabesfrieden von Militärdiktaturen und der Frieden einer humanen Gesellschaft waren ein und dasselbe. Der Friedensbegriff wurde zur Wegwerf-Formel.

Ein zweiter Trick bestand darin, den Friedensbegriff an bestimmte Rituale zu binden. Man verlieh dem traditionellen und längst verflachten Weihnachts-Friedensfest eine neue Scheinwürde, und periodisch verteilte man »Friedens-Orden«, »Friedens-Plaketten« und »Friedens-Preise«.

Man brachte sogar das Kunststück fertig, den Erfinder des Dynamits und der Sprenggelatine, der ein Riesenvermögen durch die Fabrikation des Sprengstoffs einheimste, mit dem in den ersten beiden Weltkriegen viele Millionen Menschen umgebracht wurden, zum Friedensheiligen aufzubauen.

Indem man mit seinem Geld alljährlich einen bedeutenden Friedenspreis bezahlte und diesen mit seinem Namen -- Friedens-Nobel-Preis -- belegte, setzte sich in vielen Hirnen unwillkürlich die Gleichung fest: Sprengstoff gleich Alfred Nobel, gleich Friedens-Nobel-Preis, gleich Sicherung des Friedens.

Man legte den Leuten nahe, das Wort Frieden nicht mit positiven Inhalten wie Liebe, Brüderlichkeit, Solidarität oder Versöhnung zu besetzen, sondern statt dessen mit irgendeiner Form von Rivalität zu verknüpfen. Frieden, das hieß dann zum Beispiel: friedlicher Wettkampf.

Das attraktivste Fest des Friedens war die Olympiade, wo die Nationen zwar erbittert, aber fair miteinander konkurrierten. Das Friedliche des sportlichen Friedensfestes reduzierte sich dazu, daß die Mannschaften, die miteinander »stritten«, einander »schlugen«, einander »niederrangen«, ihre Aggressivität durch Regeln einigermaßen im Zaum hielten.

Frieden pauschal als eine Variante von Kampf zu deklarieren, war durchaus ein sinnvolles Mittel, um bei den Massen den Prozeß der psychischen Militarisierung zu fördern. Man mußte aber bedenken, daß eine solche pauschale Vernebelung nicht ausreichen würde, um bestimmte intelligente Minderheiten von ihren antimilitaristischen Tendenzen abzubringen.

Da gab es zum Beispiel im Westen die kritischen Linken, in denen ein erhebliches latentes Protestpotential steckte. Die Sprachspezialisten ließen über den Club geschulte Vertrauensleute in diese linken Organisationen einschleusen. Diese Agenten waren dazu ausersehen, folgende Verwirrungstheorie auszustreuen:

Um den Abrüstungsfrieden brauche man sich vorerst nicht zu kümmern. Er werde gewissermaßen wie eine reife Frucht vom Baum fallen, wenn man vorher den gesellschaftlichen Unfrieden beseitigt haben werde. Um die in den sozialen Strukturen versteckt oder offen wirksamen Unterdrückungen und Ungerechtigkeiten aufzuheben, müsse man die gesellschaftliche Ordnung grundsätzlich verändern.

Eifrig schürten die HERMES-Agenten den Streit unter den linken Gruppen darüber, ob man den gesellschaftlichen Frieden mehr trotzkistisch, mehr leninistisch, mehr reformsozialistisch oder mehr humanistisch liberal zu definieren habe. Jedenfalls ließ man Rüstung und Völkerfrieden als nachgeordnete Probleme hinter der scheinbar allein wichtigen Aufgabe verschwinden, die gesellschaftlichen Binnenstrukturen umzukrempeln.

Da es genügend gesellschaftliche Konflikte gab, war es über längere Zeit nicht allzuschwer, die westlichen Linken ausschließlich gegen diverse soziale Mißstände anrennen zu lassen. Natürlich war man sich bei HERMES darüber im klaren, daß dieser Kampf alle Energien absorbieren würde, die der Aufrüstung gefährlich werden könnten.

Den auf die Mehrheit der eher apolitischen Population angesetzten Sprachverdrehern mußte daran gelegen sein, auch den Kriegsbegriff gründlicher zu bearbeiten. Was sollten sich die Leute also unter »Krieg« vorstellen? Hier war tunlichst die Erinnerung an vergleichsweise »humane« Kriegsszenen der Vergangenheit zu beschwören, an Gefechte S.219 im Wilden Westen, an Zweikämpfe Mann gegen Mann, allenfalls an Feldzüge, in denen es noch Front und Heimat gegeben hatte, Respektierung des Roten Kreuzes, Waffenruhe zu Weihnachten, Fairness gegenüber Gefangenen und Waffenstillstand nach Erreichung eines politischen Zwecks.

Es ist für uns heute kaum noch zu fassen, was sich die Leute alles einreden ließen, wenn es ihnen nur half, sich unter neuem großen Krieg nicht ein unendliches Massaker, sondern eher so etwas wie ein Sportmatch in Großformat vorzustellen.

HERMES ließ jedoch nie nach, gleichzeitig die an der Basis vorhandenen Widerstandspotentiale ernst zu nehmen und systematisch zu bearbeiten. In den Kreisen, in denen sich ein diffuser Abscheu gegen jede Art von Brutalität und Gewalt erhielt -- Frauen und Jugendliche waren hier stark vertreten --, bestand natürlich die größte Gefahr der Bildung irgendwelcher in die Breite ausstrahlender Initiativen gegen die Atomrüstung.

Man mußte also versuchen, die latente Protestbereitschaft auf Ersatzziele abzulenken. Also hetzte man Massen der friedliebenden Sensiblen zum Beispiel gegen die Mörder auf, die in Afrika Elefanten und Leoparden erschossen, in Südeuropa den Singvögeln nachstellten und an den Küsten des Nordmeers die Seehunde erschlugen.

In großer Zahl vereinigten sich Friedensfreunde in den Vereinen der Tier- und Naturschützer. Während sie sich aufs höchste gegen diejenigen entrüsteten, welche die Tierwelt dezimierten, nahmen sie zur selben Zeit widerstandslos hin, was inzwischen, gar nicht einmal geheim, an Vorbereitung für den definitiven Holocaust angelaufen war.

Eine ähnlich sinnvolle Funktion wie die Naturschutzbewegung erfüllte eine systematisch geschürte Kampagne gegen Kindesmißhandler. Man rief große Vereinigungen ins Leben, die mit detektivischem Spürsinn nach Fällen von Kindesmißhandlungen fahndeten. Dabei war dies nicht einmal ein besonders mühevolles Geschäft, denn solche Gewaltakte kamen reichlich vor.

Dem Begriff Gewalt haftete unauslöschlich der Geruch des finster Bedrohlichen und des Bösen an. Und die Leute wünschten sich Schutz gegen Gewalt. Das Bedürfnis nach Sicherheit war ein menschliches Grundbedürfnis erster Ordnung. Und natürlich mußten die Leute sich vor allem anderen Sicherheit dort wünschen, wo die größte Bedrohung lauerte.

Wiederum hatte man im Club einen passenden Einfall: Man würde für alles, was die Menschen taten und womit sie umgingen, besondere Sicherheitsvorkehrungen schaffen, aber nicht, um sie zu beschwichtigen, sondern um ihre Phantasie fortwährend mit tausend Gefahren zu beschäftigen. So war dafür gesorgt, daß sich die Menschen vorläufig statt über den unsicheren Atomfrieden über tausend andere Unsicherheiten ängstigten.

Im nächsten Heft

Die Rolle der Kirchen im Programm des Clubs HERMES: Hilfe bei der Wahnerzeugung

S.212Abbildung: Kubins Federzeichnung »Der Krieg« (1902); (c) SpangenbergVerlag.*

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