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DAS KONZENTRATIONSLAGER AUSCHWITZ

aus DER SPIEGEL 12/1964

DAS KONZENTRATIONSLAGER AUSCHWITZ

wurde im Sommer 1940 gegründet: Heinrich Himmler befahl dem »Schutzhaftlagerführer« von Sachsenhausen, Rudolf Höß, in der ehemals österreichischen Kaserne von Auschwitz ein neues KZ anzulegen. Der erste Häftlingstransport traf dort am 14. Juni 1940 ein. Am 1. März 1941 besichtigte Himmler das neue KZ und ordnete an, das Stammlager (Auschwitz I) für die Aufnahme von 30 000 Häftlingen zu erweitern, ferner in Birkenau das Lager Auschwitz II für 100 000 Häftlinge und in Monowitz das Lager Auschwitz III für weitere 10 000 Haftlinge zu errichten. Die Insassen des Lagers III, von dem aus noch über 30 Nebenlager verwaltet wurden, waren für die Zwangsarbeit in den neuangesiedelten Rüstungsbetrieben bestimmt. Birkenau wurde zur größten Vernichtungsstätte aller KZ-Lager. Den Befehl zum systematischen Massenmord erteilte Himmler am 22. Juni 1941. Beim letzten Appell am 17. Januar 1945 wurden in Auschwitz 66 020 Häftlingegezählt. Die Mehrheit von ihnen wurde evakuiert, ehe neun Tage später Sowjettruppen des Marschalls Konjew das Lager erreichten.

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