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Das Muli kommt wieder

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aus DER SPIEGEL 13/1984

Im Jahre 1956 schaffte die US-Armee ihre letzte Maultier-Einheit ab - damit schien das Schicksal dieser widerstandskräftigen Tiere, die einst Hunderttausende von Planwagen durch die Prärie gezogen hatten, endgültig besiegelt. Nun erlebt das Maultier, eine (nicht fortpflanzungsfähige) Mischung zwischen Pferd und Esel, in den USA eine unerwartete Renaissance. Viele Farmer schaffen sich einige der kurzbeinigen Kraftpakete an, »weil sie auch noch bei Temperaturen arbeiten, bei denen der 40 000-Dollar-Traktor nicht mehr anspringt«, so James Meyer vom »Draft Horse Journal«. Allerorten entstehen Maultier-Klubs, seit Anfang der 70er Jahre stieg die Zahl der Maultiere um 33 Prozent auf 300 000 - die meisten von ihnen im Besitz von Privatleuten, die sich statt wie früher im Geländewagen oder im Buggy auf dem Muli durch die Natur bewegen.

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