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Kommunikation DATENSICHERHEIT - Viren-Alarm fürs Handy

aus DER SPIEGEL 12/2001

Das Internet wird mobil und damit leider auch das elektronische Ungeziefer: Viren, Würmer und Trojanische Pferde werden schon bald Telefone zum Absturz bringen und elektronische Handkalender (PDA) löschen können. Spätestens seit August letzten Jahres gilt dies als reale Gefahr. Erstmals kursierten damals bösartige Kurznachrichten (SMS) und blockierten die Tastatur von Nokia-Handys. Zur selben Zeit tauchte ein Virus namens »Phage« auf, das Palm-Rechner befällt. Mittlerweile sind mindestens drei derartige Mobilrechner-Viren bekannt. »Diese Programme stellen keine ernsthafte Gefahr dar«, beruhigt Klaus Brunnstein, Gründer des Hamburger Virus Test Centers, die meisten Geräte seien schließlich noch nicht mit dem Internet vernetzt. Doch genau das ändert sich gerade: Die ersten Handys sind dank GPRS permanent erreichbar, das neue Betriebssystem WAP 2.0 soll demnächst mit vielen neuen Funktionen an den Start gehen, und neue Terminplaner können ganze Webseiten anzeigen und umfängliche Programme ausführen. John Pescatore vom Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass die ersten ernsthaft gefährlichen Handheld-Viren Ende 2001 auftauchen werden, die ersten Handy-Viren ab Mitte 2002. »Für Mobilgeräte gelten eben dieselben Sicherheits-Regeln wie für PC«, sagt Eric Chien vom Antivirensoftware-Hersteller Symantec, der einen kostenlosen Sicherheitscheck für Palms zum Download anbietet (www.symantec.com/avcenter/palmscanner.html).

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