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Hausmitteilung Datum: 13. April 1987 Jeker

aus DER SPIEGEL 16/1987

Wenn er einen der Barren mit zwei Fingern hochheben könne, sagte Robert A. Jeker zu SPIEGEL-Redakteur Joachim Preuß, dürfe er ihn behalten - ein Scherz nach Bankherrenart. Fünf Stockwerke tief unter Zürich-Üetlihof zeigte der Präsident der Schweizerischen Kreditanstalt den Wirtschaftsredakteuren Preuß und Stefan Baron den Goldhort der Bank, Barren, das Stück zu 250000 Franken. Ein Angestellter führte vor, wie mit Ultraschall geprüft wird, ob dem Gold nicht etwa Blei untergejubelt ist. Das Ambiente in der atombombensicheren Schatzkammer fand Preuß im übrigen »enttäuschend bieder«. Die Tresor-Besichtigung war eine Art Dessert zum SPIEGEL-Gespräch mit Jeker. Es ging um die Vorzüge und Fragwürdigkeiten des Schweizer Bankgeheimnisses, um anrüchige Fluchtgelder, um die Milliarden des gestürzten Ferdinand Marcos. »Daß man aus dem Fall Marcos einen Fall Schweizer Banken macht« hält Jeker für »eine Entgleisung«, daß sein Gewerbe »bei sehr bekannten Persönlichkeiten eine höhere Diskretion« bewahrt, für in Ordnung (Seite 188).

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