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Hausmitteilung Datum: 2. September 1985 DDR

aus DER SPIEGEL 36/1985

Der SPIEGEL hat wieder eine Adresse in Ost-Berlin: Leninallee 175. Dort, im 16. Stock eines Hochhauses, 15 Autominuten von der City entfernt, arbeitet von heute an ein neues SPIEGEL-Büro. Über sieben Jahre war das deutsche Nachrichtenmagazin aus dem anderen Deutschland ausgesperrt. 1978 wurde das Ost-Berliner SPIEGEL-Büro geschlossen, nachdem das Blatt ein »Manifest« einer SEDinternen Oppositionsgruppe mittlerer und höherer Parteifunktionäre veröffentlicht hatte. Das DDR-Außenministerium bezeichnete das Dokument als »elendes Machwerk, das in Wirklichkeit im Sitz des Bundesnachrichtendienstes ... ausgedacht worden« sei, und beschuldigte den SPIEGEL, »die Deutsche Demokratische Republik und ihre Verbündeten durch frei erfundene Nachrichten böswillig zu verleumden«. Der SPIEGEL-Korrespondent, der damals in der DDR für Nachrichten aus der DDR zuständig war, wird sie auch in Zukunft wieder verantworten: Ulrich Schwarz, in den vergangenen fünf Jahren einer der beiden Leiter des Ressorts Deutschland I in der Hamburger SPIEGEL-Zentrale, übernahm am 1. September erneut das Ost-Berliner Büro. Mit ihm nahm Sekretärin Gisela Krüger, die ebenfalls bis 1978 im Ost-Berliner SPIEGEL-Büro gearbeitet hatte, den Dienst an der Leninallee auf.

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