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Hausmitteilung Datum: 24. Mai 1976 Vietnam

aus DER SPIEGEL 22/1976

»Es ist schwierig, Tiziano Terzani ein einfaches Etikett anzukleben«, schrieb die »New York Times Book Review« in der vergangenen Woche. »Er hat einen italienischen Pass und schreibt für das deutsche Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Verschiedene Vietnamesen haben verschiedene Urteile über ihn geäussert. Im März 1975 nannte ihn das Thieu-Regime einen Kommunisten und verwies ihn des Landes ...«

Dachte das Thieu-Regime. Terzani bereiste als einer der ersten westlichen Journalisten nach dem Ende des Krieges Südvietnam und berichtet darüber im SPIEGEL. Die zweite Folge seiner Reportage ("In ihrem neuen Haus ist für uns kein Platz") auf Seite 145. Anschliessend flog er in die Vereinigten Staaten zur Premiere seines Buches »Giai Phong!«, Untertitel: »Der Fall und die Befreiung Saigons«, dessen Einzelheiten SPIEGEL-Leser aus Terzanis Vietnam-Berichten kennen. Er wurde zur Buch-Premiere tüchtig herumgereicht, trat bei dreiunddreissig Rundfunksendern und in fünfundzwanzig Fernsehprogrammen auf. Einmal sass er neben Marschall Ky. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen Ky und ihm, sagte Terzani dem Marschall, sei, dass sie beide einen schwarzen Bart trügen.

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