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Hausmitteilung Datum: 25. Juli 1977 Serie, Report

aus DER SPIEGEL 31/1977

In der gleichen Woche, in der US-Präsident Jimmy Carter geplant haben soll, Bill Moyers zum neuen Präsidenten des amerikanischen Geheimdienstes zu berufen, der Central Intelligence Agency (CIA), war Moyers in Kuba. Er wollte im Gespräch mit Fidel Castro jene Mordanschläge aufklären, die von eben der CIA gegen Fidel Castro ins Werk gesetzt worden waren -- wenn schon nicht im Auftrag, so doch angeblich mit Billigung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und seines Bruders Robert Kennedy, der seinerzeit Justizminister der Vereinigten Staaten gewesen ist.

Moyers, ehemals Pressechef des US-Präsidenten Lyndon B. Johnson, ist seit einem Jahr Chefreporter der amerikanischen Fernsehgesellschaft Columbia Broadcasting System (CBS). Er hat Fidel Castro fünfzehn Stunden lang interviewt, hat mit CIA-Leuten und Exilkubanern gesprochen, die an nahezu allen Unternehmungen beteiligt zu sein scheinen, in die amerikanische Politik und Verbrechen

miteinander und gegeneinander verstrickt sind: von der Invasion in der Schweinebucht bis zum Einbruch im Watergate-Hotel. Moyers ordnet Fakten und Zeugenaussagen so, dass sich Motive für die Ermordung Kennedys durch den Castro-Verehrer Oswald zwingend ergeben. Auszüge seiner Dokumentation druckt der SPIEGEL in zwei Teilen ("Wir haben gelernt zu töten«, Seite 116).

Die vorletzte Titelgeschichte des SPIEGEL beschäftigte sich mit Günter Kaussen, der durch Spekulationen etwa zwanzigtausend Wohnungen in der Bundesrepublik unter seine Kontrolle gebracht hat -- ein Einzelfall? Aber es gibt auch Mieter, die den Hausbesitzern kräftig zu schaffen machen und, vor allem, es gibt in der Rechtsprechung eine Tendenz, durch exzessive Auslegung der Mieterschutz-Gesetze Hausbesitzer zu einer Klasse der Unterprivilegierten zu machen. SPIEGEL-Redakteur Klaus Kröger hat diese Entwicklung in einem Report »Mieterschutz schafft Wohnungsmangel' aufgezeigt. Über den Anlass für seine Recherchen sagt Kröger: »Gerichte und Verwaltung drohen Vermietern, die ihre Wohnungen nach Recht und Gesetz zu frei vereinbarten Mieten an den Mann gebracht hatten, immer öfter Bussgeldbescheide an. Wann eine unerlaubte Mietpreisüberhöhung vorliegt, ist für die Vermieter nicht erkennbar, denn die Gerichte entscheiden uneinheitlich. Sogar berechtigte Forderungen nach höheren Mieten scheitern an überspitzten formalen Anforderungen der Gerichte« (Seite 57).

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