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Hausmitteilung Datum: 9. Oktober 1972 SPIEGEL-Leser

aus DER SPIEGEL 42/1972

Ein bisschen Statistik, wieder einmal, über den lieben SPIEGEL-Leser. Das Resultat vorweg: der beste Jahrgang, den es je gab.

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, die zusammen mit einigen Marktforschungsinstituten die »Nutzerschaft« von »Publikumszeitschriften, Tageszeitungen, Werbefernsehen, Werbefunk, Lesezirkel, Kino- und Diawerbung« regelmässig beobachtet und nach demographischen Kriterien analysiert, hat in diesem Jahr ihren zweiten Bericht vorgelegt, in der branchengängigen Abkürzung »MA »72/11«. In früheren Jahren hiess dieses Instrument, das seitdem verfeinert werden konnte, »Leser-Analyse« (LA).

Einige Daten, zunächst über die Reichweite, die »Leserschaft pro Ausgabe« des SPIEGEL in Millionen: LA '70 5,27 LA '71 5,38 MA '72/1 5,73 MA '72/11 5,89

Das ist zwischen der im Mai veröffentlichten Media-Analyse ("MA '72/1") und der jüngsten vom Oktober ("MA '72/11") eine Zunahme um einhundertsechzigtausend Leser, nach Geschlecht aufgegliedert eine Gesamtleserschaft von rund 3,55 Millionen Männern und 2,35 Millionen Frauen. Nach Alter führt die Gruppe der Dreissig- bis Neunundvierzigjährigen ziemlich deutlich; bei den Männern sind es 1,32 Millionen, bei den weiblichen Lesern 0,86 Millionen.

Der grösste Sprung bei den Lesern gelang unter dem Rubrum Ledige mit Haushaltseinkommen über zweitausend Mark in der Gruppe »leitende Berufe«, nämlich von 28,9 auf 42,1 Prozent. Fast ebenso stattlich aber liest sich auch die Zunahme der Leserschaft pro Ausgabe von der Mai- zur Oktober-Analyse bei diesen demographisch bestimmten Gruppen:

Unternehmer und freie Berufe laut Media-Analyse »72/11: 33,9 Prozent (MA '72/1: 24,8 Prozent), davon Männer bei der MA '72/11: 43,1 Prozent (MA '72/1: 30,6 Prozent); leitende Angestellte und Beamte MA '72/11:

29,7 Prozent (MA '72/1: 25,5 Prozent); in dieser Berufsgruppe bei Männern im Mai 30,3 Prozent, im Oktober 35,3 Prozent, bei Frauen früher 20,0, nun 23,6 Prozent. Bei Personen in leitenden Berufen, die über ein Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 2500 Mark monatlich verfügen, liegt der SPIEGEL vorn, bei Männern unter dem Rubrum »Grössere Selbständige, freie Berufe, leitende Angestellte und höhere Beamte« an zweiter Stelle hinter dem Vereinsblatt des ADAC und an erster Stelle unter

allen Wochenzeitungen und Zeitschriften, mit 36,3 Prozent aller, die zu diesen Berufsgruppen zu rechnen sind. Aber die schönste Quittung der Leserschaft auf die Bemühungen von Redaktion und Verlag ist wohl diese:

Von allen »Personen mit Abitur/Universität/Hochschule« erreicht der SPIEGEL jetzt insgesamt 41,5 Prozent aller, die eine Chance hatten, sich so auszubilden, in absoluten Zahlen: 1,2 Millionen. Er liegt hier weit und unbestritten an erster, an der allerersten Stelle.

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