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Hausmitteilung Datum: 9. September 1985 Herold

aus DER SPIEGEL 37/1985

In seinem Haus in Rosenheim, zu dem der Besucher nur über das Gelände einer Bundesgrenzschutz-Kaserne gelangt, empfing der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) Horst Herold den SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl zu einem Gespräch. Thema waren erstaunliche Meinungsäußerungen Herolds in Aufsätzen und Vorträgen, die etwa den »Rheinischen Merkur« eine Wandlung des Ex-BKA-Chefs »vom computergläubigen Saulus zum warnenden Paulus« vermuten ließen. Tatsächlich legt sich Herold, einst besessener Datenhamsterer, neuerdings für den Datenschutz ins Zeug - beeindruckt vom Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts und kritisch gegenüber dem von der Bonner Koalition geplanten computerlesbaren Personalausweis. Über die neuen Einsichten und Warnungen des Kriminalisten im Ruhestand berichtet Pötzl in diesem Heft ("Nachdenklicher Experte«, Seite 102). Gleichzeitig erscheint Pötzls neues SPIEGEL-BUCH über die Gefahren, die der »informationellen Selbstbestimmung« der Bundesbürger drohen: »Total unter Kontrolle. Computerausweis, Volkszählung, Verkabelung«.

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