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Briefe

D"D"R
aus DER SPIEGEL 45/1968

D"D"R

(Nr. 43/1968, Presse)

Die Anführungszeichen bei der Benennung des zweiten deutschen Staates »DDR« erinnern mich an die Titelbilder auf westdeutschen Illustrierten. Auch hier versuchen die abgebildeten Schönen, die nackten Tatsachen zu verbergen. Sie benutzen ihre Oberschenkel und Ellenbogen als Anführungszeichen.

Mönchengladbach (Nrdrh.-Westf.) HANS-GEORG SCHÜTT

Was für (nicht)kartenspielende Eidgenossen gilt: Nichtspieler Nebelspalter lesen! -- das kann auch bundesdeutschen Redakteuren nützlich sein.

Der Nebelspalter ist mit den Gänsefüßchen schon längst zurechtgekommen; schreibt er doch schon seit Jahren konsequent, schlicht und einfach D"D"R! Treffender geht es nicht mehr. St. Gallen (Schweiz) CLAUS FRICK

Als sogenannter Springer-Redakteur empfehle ich, sich zum Abschluß der märchenhaften Diskussion um die Etikette für das zweite deutsche Gesellschaftssystem, die seit 1965 hierzulande 357 861 Pressezeilen verschlungen hat, auf die »sogenannte Sowjetzone« zu einigen.

Berlin ULRICH GREIWE

BZ-Redakteur

Es ist sehr dankenswert, daß Sie auf die Untersuchung über die »Gänsefüßchen« hinweisen. Doch ist der »Rheinische Merkur« keine Kölner Katholiken-Zeitung, sondern doch wohl eher, da der CDU nahestehend, beiden Konfessionen zugetan. Andererseits hätten Sie vielleicht erwähnen sollen -- was vermutlich in der Untersuchung noch nicht erfaßt ist -, daß in der katholischen Wochenzeitung »Publik« die drei Buchstaben DDR ohne jede Einschränkung und Verzierung wiedergegeben werden.

Münster KLEMENS RICHTER

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