Zur Ausgabe
Artikel 2 / 88
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung »Dein SPIEGEL« / Windkraft / Schlingensief

aus DER SPIEGEL 42/2011

Pandabären sind vom Aussterben bedroht, weltweit gibt es nur noch rund 2000 Exemplare. »Dein SPIEGEL« beschreibt in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe, was Forscher in einer chinesischen Aufzuchtstation tun, um die seltene Art zu retten. Das Nachrichten-Magazin für Kinder untersucht zudem, warum in Deutschland so viele Lebensmittel weggeworfen werden. Außerdem im Heft: Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft, spricht mit den Kinderreportern Tom und Henri, beide elf Jahre alt, über die Europameisterschaft 2012.

Was muss ein Ostfriese tun, um mitten in der Nordsee Windräder in Bewegung zu bringen? Was wie der Anfang eines neuen Ostfriesenwitzes klingt, wollte SPIEGEL-Reporter Alexander Smoltczyk, 52, bei seiner Recherche über »Alpha Ventus«, die größte deutsche Offshore-Anlage nahe der Insel Borkum, herausfinden. Zwölf Türme mit einer Leistung von jeweils fünf Megawatt können aus Windkraft Strom für 50 000 Haushalte produzieren - und sollen vor Ostfriesland mithelfen, das Atomzeitalter zu beenden. Smoltczyk fuhr mit einem Wartungsteam hinaus auf die wogende See, und selbst als er das kleine Boot verlassen und die Windkraftanlage betreten hatte, schien der Boden unter seinen Füßen noch zu schwanken. Für ihn war der Ausflug eine Reise in die Zukunft. »Deutschland ist ein Versuchslabor für die Nutzung der Windkraft geworden«, sagt Smoltczyk, »wenn es hier klappt, klappt es auch in England, Chile und den USA« (Seite 58 ).

Es war richtig heiß, 35 Grad im Schatten, als SPIEGEL-Redakteur Wolfgang Höbel, 49, über einen Trampelpfad nahe Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, auf eine der ungewöhnlichsten Baustellen der Welt zumarschierte. Der aus dem westafrikanischen Land stammende, zumeist in Berlin arbeitende Architekt Francis Kéré, 42, wies ihm den Weg zum Operndorf - dem Lebenstraum des im August 2010 mit 49 Jahren an Krebs gestorbenen Künstlers Christoph Schlingensief. Eine internationale Begegnungsstätte wird dort mit Spendengeldern gebaut, Kéré und Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz, 30, versuchen gemeinsam, das Projekt mit Schule, Gästehaus, Krankenstation und einem Festspielhaus zu verwirklichen. Auf dem höchsten Punkt der Baustelle erinnerte Kéré an Schlingensief: »Er sah gern auf die beiden Hügel dort in der Ferne. Er sagte, sie beruhigten und inspirierten ihn, weil sie ihn an Frauenbrüste erinnerten« (Seite 156 ).

Sehen Sie hier: Höbel, Laberenz in Burkina Faso

Sehen Sie hier:
Höbel, Laberenz in Burkina Faso

Verwandte Artikel
Zur Ausgabe
Artikel 2 / 88
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.