Zur Ausgabe
Artikel 108 / 111
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Denzil Connick

aus DER SPIEGEL 6/2007

Denzil Connick , 50, Veteran des Falkland-Kriegs, hört nicht auf, für sich und andere ehemalige Aktive der britischen Truppen zu kämpfen. Der zweifache Vater aus Südwales, der bei seinem Einsatz 1982 ein Bein verlor, nahm an einer großen Kundgebung auf dem Trafalgar Square in London teil und hielt eine Rede, die vielen Ex-Soldaten, darunter auch Männer, die im jüngsten Irak-Krieg gekämpft haben, aus der Seele sprach. Die britischen Veteranen waren zusammengekommen, um auf die schlechte Versorgung durch die britische Regierung hinzuweisen: Immer mehr Militärkrankenhäuser würden geschlossen, die finanzielle Unterstützung sei dürftig, die Sorgen und Nöte der Soldaten würden gar nicht wahrgenommen. Connick berichtete, dass er sieben Monate auf einen Termin bei einem Spezialisten warten musste und währenddessen starke Schmerzen in seinem Beinstumpf hatte. Zum Zeichen des Protests errichteten die Veteranen eine Statue zu Ehren des »verratenen Soldaten«, die aus einem unvollständigen Gesicht aus Bronze besteht. Connicks bitteres Fazit: »Wir waren bereit, das ultimative Opfer zu bringen, und jetzt sind wir auf den Müll geschmissen worden.«

Zur Ausgabe
Artikel 108 / 111
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.